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Der Tschenglser Sternenhimmel

Warum ist der Tschenglser Sternenhimmel ein besonderer? Habe ich mich auch gefragt, als ich gestern zu später Stunde allein durch das ruhige Dorf spazierte und  hinter den Fensterscheiben Menschen in ihren Träumen erdachte. Und immer und überall, in den engen Gassen des Dorfes und in der Nähe des Baches, war der Blick zum Sternenhimmel frei. Keine unlautere Konkurrenz von den künstlichen Lichtquellen. Nein, die Sterne standen oben am Himmel allein und spiegelten Millionen Augen und Herzen wieder. Als ich dann wieder Richtung Schloss einbog, war es als wollte einer der Sterne etwas sagen. Ich blieb stehen und hielt für einen Moment den Atem an. Ganz ruhig war es jetzt im Dorf, nur der Bach sang sein ewig Lied. Ungeduldig wartete ich auf die Stimme des Sternes und da hörte ich hinter mir Schritte, die auf mich zukamen. Ich drehte mich um und wollte etwas sagen. Ich sah aber niemanden. Es war niemand da. Jetzt spürte ich aber ganz nah meine Mutter, die im nahen Altersheim in Laas lebt und ich durfte mich zurück denken in jene rußschwarze Küche die mir Heimat war. Und ich hörte wie meine geliebte Mutter mir von der Milchstrasse erzählte und von der Himmelsleiter und von den vielen, unzähligen Sternen die alle Engel sind. Und unter dem Tschenglser Sternenhimmel war Ruhe und Friede und in Gedanken sah ich wie mein Vater über die Himmelsleiter ein kleines Stück zu meiner Mutter und mir herunter stieg und für einen Augenblick stand alles still und war wunderschön. Jetzt erst sah ich jenen Stern der mit mir reden wollte und jetzt sah ich mich und war voller Dankbarkeit. Nur langsam fand ich meinen Schritt wieder und am Schlosstor hielt ich nocheinmal an und war in jenem weiten Land, das wir Glück nennen. Auf dem Weg zu meinem Turmzimmer habe ich mir vorgenommen, den Menschen von meinem Tschenglser Sternenhimmel zu erzählen. Danke, es war wunderbar.

Karl

Die Vorbereitung ist Teil des Festes – Zelten backen

Ein großer Holztisch in der Mitte und rundherum fleißige Frauen, die kneten, entkernen, schneiden, putzen, teilen, wiegen, ausdrücken, reiben und sich freuen. Gerne sind die Bäuerinnen in die Tschenglsburg gekommen, um das Backen der Zelten vorzubereiten und bald schon ist das „Schaffel“ gefüllt von der köstlichen Backmischung. In der Mitte des Arbeitstisches hat Karl eine Kerze aufgestellt und aus einer Ecke ertönt klassische Musik. Die erste Kerze brennt auf dem Adventkranz und im Raum herrscht eine friedliche Ruhe und man kann die Zufriedenheit und Freude der Beteiligten spüren. Erna, Margaret, Luzia, Manuela, Christine und Doris, die Ortsbäuerin sind gekommen, um die Vorbereitungen zu treffen. Bereits 17 Personen haben sich für morgen zum Zeltenbacken angemeldet. Und dann geht Karl, der Schlosswirt,  in die Küche und bald kommt er mit einem Teller Krapfen zurück. Karl: „Nur an besonderen Tagen haben wir zu Hause Krapfen bekommen. Dies ist heute ein besonderer Tag. Die Tschenglsburg ist nicht nur Gasthaus, sondern ein Ort an dem sich Bäuerinnen, Frauen treffen, um gemeinsam etwas vorzubereiten. Und so sollte es eigentlich sein. Wünsche mir, dass die Menschen vermehrt in die Burg kommen, um miteinander zu reden, um gemeinsam etwas zu unternehmen, um sich auszusprechen und auch um die positive Kraft – und es sind wahrlich positive Gedanken und Kräfte in der Burg – des besonderen Ortes zu erkennen und zu leben. Und so werden die Begegnungen zu einem Fest und es ist gut, wenn die Menschen feiern und fröhlich sind. Freue mich auf morgen und auf den Duft der ersten Zelten.“

Lichttage in Tschengls

Karl

Räucher-Seminar auf der Tschenglsburg – 08.12.2011

Wir alle kennen das Räuchern. Gerne sind wir schon als Kinder am Dreikönigsabend durch Haus und Hof gegangen und haben die neue Jahreszahl an die Türen geschrieben. Oder wir erinnern uns, dass unsere Eltern oder Großeltern bei heftigen Gewittern Kräuter in das Feuer gegeben haben, um den Schutz für ihr Hab und Gut zu erflehen. Und wie gut es riecht, wenn das Fleich mit Wacholderzweigen  geräuchert und haltbar gemacht wird.

Über das Räuchern mit heimischen Kräutern und über die Bedeutung – Signaturlehre –  der Sonnenpflanzen und Wetterpflanzen werden wir bei einem Räucher-Seminar auf der Tschenglsburg mehr erfahren.

Wann: Donnerstag, am 08. Dezember 2011

Programm:

Beginn 10.00 Uhr,  bis 12.30 Einführung Räuchern + Pflanzen

12.30 – 13.30 Mittagspause mit Essen

13.30 – 15.00 Abräuchern von Personen

15.00 – 15.30 Kaffeepause

15.30 – 17.00 alte Runen

Vortragende: Barbara Weber

Teilnehmerbeschränkung: max. 15 Personen

 Kosten:  Seminar inklusive Mittagessen  € 45,00

Anmeldungen bis spätestens Dienstag, den 06. Dezember bei Karl Perfler, Tschenglsburg. Tel. 3200829165 oder karl.perfler@rolmail.net

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tschenglser Segenszeichen auf neuem Kornacker

Langsam findet die Erde zu ihrer Ruhe und wird in ihrer Stille den Zauber des Frühlings vorbereiten. Vor wenigen Wochen haben Kinder und Erwachsene gemeinsam einen Kornacker in der Nähe der Ottilia Kirche neu mit Dinkel und Roggen angesät. Wie es in Tschengls Brauch ist, wurde das Segenszeichen in die Erde gesät. Da der Acker direkt am Weg liegt, können die Wanderer, die an der Ottilia Kirche vorbei gehen, dieses Segenszeichen betrachten. Gerne zeige ich untenstehend zwei  Bilder.

Karl

Zelten backen mit den Bäuerinnen von Tschengls

Morgen, am Dienstag wird es in der Tschenglsburg nach Weihnachtszelten duften. Die Bäuerinnen von Tschengls organisieren ein gemeinsames „Zeltenbacken“ und freuen sich auf viele Interessierte. Mitbringen solltet Ihr eine geeignete Schürze, Lust und Freude am Backen und einen kleinen Unkostenbeitrag für die Backmischung. Alle Beteiligten dürfen natürlich einen Zelten mit nach Hause nehmen. Gerne könnt Ihr anrufen und Euch anmelden. (Tel. Karl 3200829165) Bei den Bäuerinnen bedanke ich mich für die Vorbereitung und freue mich auf einen Nachmittag in geselliger, vorweihnachtlicher Runde.

 

Karl


 

Besinnlicher Abend zur Adventszeit – Donnerstag, am 15. Dezember 2011

Im Rahmen der Lichttage von Tschengls darf ich alle Interessierten ganz herzlich zu einem besinnlichen und stillen Abend in die Tschenglsburg einladen. Am Donnerstag, den 15. Dezember werden wir gemeinsam mit dem Kirchenchor von Tschengls Lieder zur Adventszeit singen, besinnliche Texte hören und uns auf das Weihnachtsfest einstimmen. Weit weg vom lauten und großen Weihnachtsrummel wollen wir in aller Stille und begleitet von Liedern und Texten vorweihnachtliche Gemeinschaft leben und die Kraft von dieser besonderen Zeit annehmen und uns freuen. Alle, die einen Ort der gelebten Stille und der Gemeinschaft suchen, sind herzlichst eingeladen in die Tschenglsburg zu kommen. Beginn: 20.00 Uhr. Bedanke mich beim Kirchenchor von Tschengls für das Mitwirken und für die freundliche Zusammenarbeit.

 

Karl


Möchte die Nacht hören wollen

Und wenn ich dann zu später Stunde die letzten Gäste zum Schlosstor begleite, bleibe ich für Minuten in der Nacht. Und es ist herrlich hier in diesem ganz besonderen Dorf am Rande: Tschengls. Das Dorf ist noch verschont von all den Glanzlichtern der vorweihnachtlichen Zeit die den Blick zum Sternenhimmel versperren. Das Dorf ruht lebendig und ruhig und das Weiß der Nacht- und Tagfröste weitet sich Tag für Tag in die Etschebene aus und erobert sich Meter für Meter. Und an jedem Morgen darf ich die Trennungslinie zwischen Schatten und Licht beobachten, die sich Richtung Sonnenberg verschiebt und ich habe das wunderbare Gefühl mit jedem Tag und Augenblick immer näher in die Winterrast einzutauchen. Und in den Gesprächen im Schloss wird das Dorf ohne winterliches Sonnenlicht zu einem außergewöhnlichen Ort. Wir haben unseren Sternenhimmel, wir haben den Blick zum Sternenhimmel frei. Und langsam legt sich ein bewusstes Sein auf dieses starke Dorf und auf die Menschen und Dorf und Menschen nehmen ihre Wirklichkeiten an und freuen sich so zu sein wie sie sind. Das Glück ist nicht immer anderswo: das Glück ist hier und im Augenblick, bei uns und in unseren Gedankenwegen. Manchmal aber verhindert der Lärm des Angwohnten, des Gewöhnlichen, des Oberflächlichen den Weg zu jener glücktragenden Landschaft, Seelenlandschaft, die uns auf einen eigenen und wachsenden Weg schickt. Und nur auf den eigenen Wegen gebären die Erzählungen, die die Zeit überdauern und immer sind und sein werden und sich in den ewigen Kreis legen. Wir wollen nicht mehr Kopien sein, wir wollen nicht mehr gelebt werden. Wir wollen leben, uns selbst und unsere Fähigkeiten und Berufungen, leben. Die Zeit ist frei und reif für uns, für unsere eigenen Wege und Träume und Wirklichkeiten. Reden wir miteinander. In jedem von uns liegt ein Stück Wahrheit verborgen. Das Schwierigste  ist wohl, aus diesem Gewöhnlichen und Oberflächlichen weg zu kommen und die Sehnsucht in uns neu zu entfachen. Die Sehnsucht nach dem „verlorenen ICH“, nach dem Kind in uns, das uns die Einfachheit und Klarheit schenkt. Eine Einfachheit, die nicht mit Vorurteilen und Bewertungenm behaftet ist, sondern mit jener Kraft ausgestattet ist, die in uns allen lebt und die nach Ent-faltung und Ent-wicklung verlangt.

 

Lichttage in Tschengls

Lichttage in Tschengls

Es ist ein wolkenfreier, kalter Novembertag heute am 17. November 2011. Heute wird für dieses Jahr die Sonne zum allerletzten Mal auf die Tschenglsburg scheinen. Am 22. Jänner 2012 sollte sie wiederkehren. Es sind also 66 Tage ohne Sonnenlicht. Für mich und ich denke auch für die meisten Tschenglser kein Grund traurig zu sein. Wir alle wissen um unser eigenes Licht, um das Licht des Sonnenberges, das uns nahe ist das wir schauen dürfen. Wir alle wissen um das  Licht der Freundlichkeit, der Liebe, der Wertschätzung, des Respekts, des Vertrauens, der Zuversicht, der positiven Gedankenwege, der Familien, der Schwächen und Stärken, der Enttäuschungen und Freuden. Wir alle kennen das Licht des Lebens. Und um dieses Licht das nicht immer und immer seltener sichtbar scheint, wollen wir uns scharen und kümmern. Das Sonnenlicht verabschiedet sich heute von Tschengls und macht den Platz frei für unser eigenes Licht. Wir freuen uns diesem Licht begegnen zu dürfen. Wir wollen heute beginnen dieses Licht in uns zu suchen, zu entdecken. Uns frei zu machen von all dem Aufgezwungenen und unfreiwillig Angelebten, vom Kopierten und Nachgeahmten, vom Oberflächlichen. Wir wollen das Licht des UNS-EIGENEN wieder neu kennen lernen, festigen und zum Wachsen bringen. Diesen Kern in uns, der nur uns gehört und den wir jetzt und immer für uns und für unsere Mitmenschen einsetzen dürfen. Jeder von uns ist einzigartig und stark und eigen und trägt ein Selbstbild in sich. Die stille Zeit, die Kostbarkeit der Stille

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Vintschger Potential: die Sehnsucht nach unserem Potential

Der Vintschger Weg: gar einige verwechseln derzeit noch den Vintschger Höhenweg mit dem „Vintschger Weg“, der vorerst nur seinen Namen gefunden hat. Unter der visionären Führung vom Malser Bürgermeister Uli Veith und in Begleitung von einem Team, das die Vision von Uli Veith teilt, konnte eine technische Basis geschaffen werden, die die Geburt eines gangbaren und wachsenden „Vintschger Weges“ erlaubt. Der Direktor, der das Kompetenzzentrum in Glurns leiten wird, ist gefunden und mit Herrn Kurt Sagmeister wurde ein junger Mann ausgewählt, der beste Vorraussetzungen für diesen anspruchsvollen Job mitbringt. Durfte Kurt Sagmeister kennen und schätzen lernen und bei ihm fand ich jene Mischung, die eigentlich den echten Vintschger ausmacht. Eine stille Tiefsinnigkeit, die oberflächlich betrachtet weitfern wirkt und sich erst im Gespräch stark und als eigene Kraft zeigt und dann die angeeignete und anerfahrene Fachkompetenz, die der erahnten und ersehnten Philosophie eine Struktur und einen Rahmen gibt. Weiterlesen

Dominik Plangger begeistert – seine Lieder sind lebendige Bilder und Seelenlandschaft

Er ist aus Wien angereist, Dominik Plangger. Wie immer kommt er zur Tür herein als würde er jeden Tag in die Burg kommen. Ein Lächeln unter seinem kleidenden Hut und eine starke Umarmung und Stille: Ich bin da und freue mich. Er ist da, da bei seinem Sein, bei seiner ihm eigenen Lebensform und bei seinen Aufgaben und bei seinen gefühlten Pflichten. Dominik Plangger singt und erzählt. Seine Texte stehen im Vordergrund und werden von Melodien unterstützt und begleitet wie die beiden Bergketten das Tal der jungen Etsch begleiten und schützen  auf einem Weg der dann zu einem Gesang wird, wenn er aufrichtig und eigen ist und aus dem Innersten kommt. So werden seine Lieder zum Ausdruck seiner Seelenlandschaft. Sie öffnen  ein weites Land der Emotionen und werden zu Botschaften. In seinen gesungenen Erzählungen werden Wirklichkeiten und Notwendigkeiten gezeichnet und die Menschen fühlen sich angesprochen und oft auch ertappt. Dann senken sie für Augenblicke ihre Häupter und ihre Blicke verlieren sich im Boden. Dominik holt sich ihre Blicke aber wieder zurück. Seine weiche und starke und füllende Stimme fleht an, ersehnt, sucht weites Land und Halt und das Geheimnis hinter den Baumhorizonten. Und er ist ein Heimatliebender, er ist da wenn er da ist und er ist besorgt und aufmerksam und seinem Weg treu. Lieber Dominik, sing und erzähle weiter. Trage uns in die Leichtigkeit und lächle so wie Du es immer tust. Gehe mit uns gemeinsam einen anspruchsvollen Weg der unser eigener ist. Komm bald wieder. Noch bevor die Marillenbäume blühen.

In Freundschaft

Karl



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