Osterprogramm – Gründonnerstag bis Ostermontag -Konzertwanderungen und Soltn Oberkrainer
Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag
Konzertwanderung von Prad nach Tschengls zur Tschenglsburg
Harfenkonzert mit Heidi Pixner um 12.00 Uhr in der Ottiliakirche
Treffpunkt: Bahnhof Spondinig 10.30 Uhr
Programm: Karl Perfler begrüßt die Wandergäste am Bahnhof und mit dem Linienbus fahren wir nach Prad am Stilfserjoch. Dort können sich Interssierte um 10.45 Uhr beim Camping Sägemühle an die Wandergruppe anschließen. Karl Perfler begleitet nun die Wanderer über einen herrlichen Aussichtsweg vorbei am Nittwasser zur St. Ottiliakirche. Hier findet um 12.00 Uhr das Harfenkonzert mit Heidi Pixner statt.
Nach dem Konzert geht es weiter zur Tschenglsburg (20 Gehminuten) zum Mittagessen. In der Tschenglsburg findet derzeit außerdem eine interessante Ausstellung statt. KünstlerInnen: Brigitte Dietl, Isolde Veith, Waltraud Hochgruber.
Angaben zur Konzertwanderung: reine Gehzeit insgesamt 90 Minuten, Höhenunterschied 80 Meter
Anmeldung notwendig: Karl Perfler Tel. 3200829165 bis Vorabend 19.00 Uhr
Ostersonntag
Mit Literatur durch die Ausstellung: „Im Erahnen einen Weg finden“
10.00 bis 20.00 Uhr
Es führt: Karl Perfler
Ostermontag
Blasmusik zu Ostern mit den Soltn Oberkrainern
von 11.00 bis 15.00 Uhr
Das Restaurant in der Tschenglsburg ist täglich, auch Ostermontag, von 12.00 bis 14.30 und von 18.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Tischvormerkung erbeten unter Tel. 3200829165
Ausstellungseröffnung Tschenglsburg – Donnerstag, den 21. März, 20.00 Uhr
Im Erahnen einen Weg finden
Ich folge den farblinien
und bin wie eine blüte im warten.
seiend und suchend und dankbar diesem unausgesprochenem auf die spur zu kommen.
manchmal bin ich nahe dem vor mir und mir selbst und dann wieder bin ich nicht, um zu sein.
und es ist still und rastend alles in mir und die räume werden weiter und weiter
und ruhe und lust nähern sich mir an
so als wollten sie mir nahe sein jetzt
wo
alles sich auflöst in den veränderungen die hinter den horizonten geduldig gewartet haben.
jetzt kommt ihre zeit
und die bilder und farblinien die an altem mauerwerk und an altem holz hängen
begleiten und sind feuer und licht und unsicherheit und gangbarer weg für die neue zeit.
das haben freut sich auf das sein und beide zusammen werden sie leben und lieben
und die marillenbäume werden in die jahreszeiten blühen
und die fülle des sommers bereiten.
wissen tu ich nichts.
erahnen schon.
und das ist mehr als ich vom leben erwarten kann.
die sehnsucht bleibt und die ausdrucksformen von drei frauen die unterwegs sind,
sind botschafter neuer sommer und von tragenden schattenlichtern.
die tschenglsburg hat ein neues kleid bekommen.
lebensgewänder auf ursprungsflüssen.
der kreis ist linie und ewigkeit zugleich.
liebe
immerwährendes lächeln der dinge
o, wie haben wir in die räume gelacht und mit den herzen getanzt
so als wäre die zeit in die zeiten gegangen
danken will ich und singen.
brigitte dietl andres
waltraud hochgruber
isolde veith
vernissage donnerstag, 21.03.2013 – 20.00 Uhr
öffnungszeiten 21.03. bis 16.05. 2013 – von DI -SO von 11.00 – 23.00 Uhr
Fruehjahrskonzert der Musikkapelle Tschengls – Raum für wohltuende Gedanken
Quelle für einen Fluss, der in eine veränderte Zukunft weisen wird
Ein bunter Blumenstrauß von Menschen betritt die Bühne im Tschenglser Kultursaal. Das Publikum applaudiert wohlwollend und spürt die Kraft, die diese außergewöhnliche Dorfkapelle, aussendet. Genau zwei Monate ist es her, dass die Neue Tschenglser Sonne dem Kirchplatz in Tschengls wohliges Licht geschenkt hat. Und diese Zeit wurde für die Vorbereitung des Frühjahrskonzertes mit großem Einsatz genutzt. Der junge und gewissenhafte Kapellmeister Sepp weiß um die Fähigkeiten seiner Kapelle. Er weiß aber auch wie schwierig es manchmal ist, den Bogen der Freude und Lust am Musizieren gespannt zu halten und die Musikkapelle zu begleiten. Umso entspannter und lächelnd sind jetzt die Gesichter der Konzertierenden und der junge Kapellmeister betritt selbstbewusst und sicher das Dirigentenpodest. Es wird still im Saal und das Konzert darf beginnen.
Das Programm des Frühjahrkonzertes am 17. März 2013
Die Huldigungsmusik von Gottfried Veit
Der junge Kapellmeister Sepp hat beim langjährigen Landeskapellmeister, seine Kapellmeisterausbildung gemacht und im August wird der Dirigent, Komponist und Juror, Gottfried Veit seinen 70en Geburtstag feiern. Öfters hat Gottfried Veit die Konzerte der Tschenglser Musikkapelle besucht und auch heute sitzt der Musiker mit seiner Gemahlin unter den Gästen.
Schwabenland – heimatliche Impressionen von Kurt Gäble
Ombra e sole – Ouvertüre von Josef Abwerzger
Ungarns Kinder – Marsch von Emil Toft, arrangiert von Siegfried Rundel
Pause
Gallito – Paso doble von Santiago Lope – arrangiert von Siegfried Rundel
A Springtime Celebration – von Alfred Reed
Jungle Book II – Musik von Walt Disney – arrangiert von Roland Kernen
Supertramp – arrangiert von Waignein
Die Quelle
Die Tatsache, dass sich eine Gruppe von vielfältigen Menschen um einen Kapellmeister schart und durch Einsatz, Ausdauer und Gemeinschaftssinn, zu so einem Konzert fähig wird, ist Grund für eine große Freude, für eine starke Hoffnung und gibt uns Beobachtern und Zuhörern etwas auf den Weg, das uns wertvoll ist. In uns allen ruht die Fähigkeit für besondere Taten und Leistungen. Manchmal aber sind wir als Einzelpersonen nicht in der Lage, diese unsere Fähigkeit auch zu nützen. Die starke Kraft der Gemeinschaft aber ist es, die uns schließlich einlädt und auffordert unsere Talente für einen gemeinsamen Weg zu nutzen. Deshalb seid Ihr von der Musikkapelle uns Quelle der Überzeugung. Und viele Wassertropfen aus der Quelle ergeben den Fluss, der uns durch die Zeiten begleiten wird.
Danke.
„Unterwegs nach Ostern“ – Vintschger Vision (VV) – Projekt Tschenglsburg
Unterwegs nach Ostern
Kultur- und Wanderprogramme im März 2013
VV=Vinschger Vision—— Projekt Tschenglsburg
Zwei Monate hatten wir in Tschengls keine Sonne. Aber wir hatten das Projekt: „Zukunft unter Eis“ im Tschenglser Bach. Und alle sind sie gekommen: der Herr Bischof, die Jugendorganisationen, die Unternehmer, Mitglieder der Landesregierung, Bürgermeister des Tales, Vertreter der Schulen, der KVW, die Umweltschutzgruppe, der Bauernbund, E-Werk Prad, Traudl Schwiembacher aus dem Ultental, die Pioniere der Gemeinwohl-Ökonomie, Abteilungen Krankenhaus Schlanders, Journalisten und viele mehr.
Intensive und auch kontroverse Gespräche haben stattgefunden und viele Gedanken und Meinungen sind ausgetauscht worden.
Oft aber wurden der Wunsch und der Wille geäußert, dass es notwendig ist
- Denken und Tun selbst in die Hand zu nehmen
- Mit dem Jammern und Klagen endlich aufzuhören
- Miteinander an einer gemeinsamen Vision zu arbeiten und nicht andauernd sich gegenseitig beschuldigen
- Dem Bestehenden Bedeutung und Wert geben und es mit dem Ursprünglichen zu verbinden
- Die großen Potentiale in unserem Heimattal als solche zu erkennen und sie für einen eigenen bewussten Weg zu nutzen
Am 1. Fastensonntag wurden die glühenden Scheiben ins Tal geschickt. Das Projekt:“Zukunft unter Eis“ heißt ab dem Scheibenschlagsonntag: „Zukunft im Licht“.
Im Sinne der vielen Gespräche während der Wintermonate wollen wir positive Zeichen setzen und Programme anbieten die uns näher an ein eigenes Denken und Tun heran führen sollen.
Erlaube mir Euch diese Programme zu senden und wir freuen uns auf viele Begegnungen und zielführende Gespräche. Im Voraus bedanken wir uns für Eure freundliche Unterstützung durch Euer Dabeisein.
Natur- und Kulturverein Tschenglsburg (gegr. Samstag, den 23.02.2013)
Karl Perfler, Projekt Tschenglsburg, Tel. 3200829165 karl.perfler@rolmail.net
Unterwegs nach Ostern
Vinschger Vision – Programme im März 2013-Projekt Tschenglsburg
Freitag, am 01. März
Fischessen in der Tschenglsburg – Beginn 20.00 Uhr
Fischspezialistin Herma Hellweger und unsere junge Köchin, Saskia Donner bereiten Euch herrliche Fischgerichte.
Dazu feine passende LIVE-Musik und Texte
Anmeldung bis spätestens Donnerstagabend: Tel. 3200829165
Weitere Fischabende: an jedem Freitag im März
An jedem Mittwochabend im März – 20.00 bis 22.00 Uhr
Vintschger Huangart
a) Mittwoch, am 06.03.2013 – „Miteinander und nicht gegeneinander“
b) Mittwoch, am 13.03.2013– „Haben und Sein“
c) Mittwoch, am 20.03.2013– „Denken und Tun selbst in die Hand nehmen“
d) Mittwoch, am 27.03.2013 – „Das Bestehende stärken und mit dem Ursprünglichen verbinden – Boden unter den Füßen“
An den Samstagen zu Fuß unterwegs im Vinschgau
a)Samstag, am 09.03. „Von Stilfs nach Tschengls“
Treffpunkt: Bahnhof Spondninig 08.30 Uhr. Mit dem Linienbus – Abfahrt 08.33 Uhr – fahren wir in das Bergdorf Stilfs und wandern über den Archaikweg nach Prad und dann bis Tschengls in die Tschenglsburg. Reine Gehzeit: 4h ca. Verpflegung aus dem Rucksack. Führung: Karl Perfler, dipl. Natur- und Landschaftfsführer
b)Samstag, am 16.03.„Von Mals über Glurns/Söles/Agums/Prad nach Tschengls“
Treffpunkt: Bahnhof Mals 09.00 Uhr. Auf dem Vinschgauer Jakobsweg wandern wir nach Glurns, dann nach St. Jakob Söles, weiter nach Lichtenberg und Agums und erreichen Prad am Stilfserjoch. Über einen schönen Wanderweh erreichen wir die St. Ottiliakirche und schließlich Tschengls und die Tschenglsburg. Reine Gehzeit: 5-6h. Führung: Karl Perfler, dipl. Natur- und Landschaftfsführer
c)Samstag, am 23.03. „Von Schluderns über Tanas nach Tschengls“
Treffpunkt: Bahnhof Schluderns 09.35 Uhr. Vorbei an der Churburg wandern wir zum Sonnensteig, dann nach Gschneier und St. Peter Tanas und steigen nach Eyrs ab. Von Eyrs wandern wir nach tschengls zur Tschenglsburg. Reine Gehzeit: 4 h . Führung: Karl Perfler, dipl. Natur- und Landschaftsführer
d)Samstag, am 30.03. „Von St. Martin nach Tschengls“
Treffpunkt: Latsch Talstation Seilbahn nach St.Martin um 09.10 Uhr. Von St. Martin wandern wir über die lebendigen und verlassenen Höfe am Vinschgauer Sonnenberg nach Schlandersberg und dann über einen Waalweg nach Allitz und über Laas nach Tschengls. Gehzeit: 7 Stunden. Gute Kondition erforderlich. Führung: Karl Perfler, dipl. Natur- und Landschaftsführer
Sonntagsspaziergänge für die ganze Familie im März
10.17.24. und 31.März
Gemeinsam machen wir einen gemütlichen Sonntagsspaziergang in der Umgebung von Tschengls und wir dürfen uns, den Mitmenschen und der Schöpfung begegnen.
Damit alle Zeit finden sind zwei Spaziergänge geplant: Vormittag und Nachmittag
a) von 09.30 bis 12.00 Uhr oder/und b) von 14.00 bis 17.00 Uhr
Treffpunkt: sowohl um 09.30 Uhr als auch um 14.00 Uhr in der Tschenglsburg
Wieviel kostet das Alles? Jeder gibt das was er gerne gibt und was er geben kann.
Auskünfte und Anmeldung: karl.perfler@rolmail.net oder Tel.3200829165
Scheibenschlagen in Tschengls/Vinschgau – 17.Februar 2013
Warten auf die Neue Sonne
Zukunft im Licht – die Natur als höchste Hochschule – Lernlandschaft
Am 17. Jänner wurde die Neue Sonne in Tschengls mit einem kleinen Sonnenfest feierlich und dankbar begrüßt. Bald schon wird diese Sonne die steilen Nordwände überwinden und über den Horizonten Licht senden. Neues Licht und eine Erkenntnis die über die Wintermonate in vielen Begegnungen und Gesprächen rund um das Projekt: „Zukunft untetr Eis“, geboren wurde. Der Scheibenschlag-Sonntag bildet den Übergang, die Schwelle vom Eis zum Licht. Von der Winterrast zum Aufbruch, von der Stille zu den Gedanken und schlussendlich zum Tun. Die Tschenglser Kinder sind uns Vorreiter und Botschafter. In ihrem einfachen und aufrichtigem Denken und Handeln zeigen sie uns Erwachsenen einen gangbaren Weg, der in den Kreis führt und sich weitet. Der Steinkreis vor der Burg und die Wasserbilder in der Burg sind Wegweiser und Mahner: überläßt das denken und Tun nicht den „Anderen“. Seid so wie Ihr gerne seid. Lebt Eure Fähigkeiten und steht zu Euren Wünschen und Träumen und Wirklichkeiten. Das Tal, die Heimat, das große Land sind ein unendlicher Spielraum für ein Neues Mitwirken an einer Erzählung, die zu einer eigenen Geschichte wird. Wir sind mitten drin in dieser Veränderung und jetzt wollen wir uns für uns und unsere Ziele und für unsere Vision entscheiden und damit auch unseren Mitmenschen, Gastgeber und Stütze sein.
Die Musik und Poesie begleiten uns
Sonntag, am 17. Februar 2013
Konzert in der Tschenglsburg mit der zauberhaften, weissrussischen Geigerin
Savina Alena
Beginn: 16.00 Uhr Tschenglsburg
Um 18.00 Uhr gehen wir zum Scheibenschlagplatz unweit der Burg. Die Bauernjugend von Tschengls stellt uns freundlicherweise Scheiben und Holzstangen für das Scheibenschlagen zur Verfügung.
Gegen 20.00 Uhr werden wir – nachdem die „Hexe“ angezündet ist – mit Lichtern, Fackeln und Laternen ins Dorf Tschengls zurückkehren.
Anmeldung für Konzert und Scheibenschlagen erbeten unter Tel. 3200829165 (Karl Perfler)
Lieber Florian, danke rfür die wunderschönen Bilder. Danke
Zukunft im Licht – „Denken und Tun selbst in die Hand nehmen – Leben“
Zukunft unter Eis wird zur „Zukunft im Licht“
Noch brennen sie, die Lichter im Tschenglser Bach und die Bilder hängen an den starken Schutzmauern des winterlichen Baches. Sie haben ihre Aufgabe erfüllt. Haben die Menschen, die sie besucht haben zum Nachdenken angeregt, zum Überdenken eingeladen und nun gilt es das Erkannte und Erlebte in ein Tun zu wandeln.
Am Fuße des Burgturmes bilden die bemalten Steine der Tschenglser Volksschulkinder einen Kreis: ohne Anfang und Ende. Der Kreis lebt in sich und ladet zum Eintreten ein. Die Linie, die rein rationale Linie beginnt und endet und endet früher oder später unweigerlich in der Sackgasse.
Im 1. Stock der Tschenglsburg hängen beeindruckende Bilder, von den 6 Kindern der Kunstgruppe des Tschenglser Kindergartens gemalt. Ihr Thema war das Wasser. Das Wasser das schwimmt und lebt und uns leben läßt und uns mit Mutter Erde verbindet. 80% der Erde sind Wasser, 80% von unserem Körper sind Wasser. Wir sind mit dem Kosmos verbunden. Wir sind ein kleiner Kosmos und Teil des großen Zusammenhanges.
Und sie sind zur Zukunft unter Eis nach Tschengls gekommen. Die Lehrer, die Künstler, die Politiker, die Handwerker, die Kaufleute, die Industriellen, der Bauernbund, die Sozialdienste, die Jugendorganisationen, die Gastwirte und Gastgeber, die Senioren, die Bänker, die Bildunsausschüsse, der Bischof mit dem Pfarrgemeinderat, die Feriengäste. Viele Gespräche haben stattgefunden und Gedanken sind ausgetauscht. Und durch alle Gespräche und Gedanken zieht sich ein roter und starker Faden:
„Lasst uns das Denken und Tun selbst in die Hand nehmen. Lasst uns so sein wie wir sind. Mit all unseren Fähigkeiten und Schwächen und mit unseren Träumen und Wirklichkeiten. Wir brauchen keine Belehrungen und Beschleunigungen. Wir wollen das was wir haben und sind festigen und zu bewussten und kritischen Beobachtern werden. Wir setzen einen ersten Schritt und der erste Schritt wird einen zweiten ermöglichen und es wird ein Weg werden, es wird unser Weg werden. Wir wollen leben und nicht gelebt werden. Aus unserem Innern heraus wachsen und gehen und sein und lieben und uns freuen und den Mitmenschen Freude bereiten und wir wollen begegnen, der Natur und den Menschen, die Teil der Natur sind und wir wollen lernen und werden. Und es wird Musik sein und Poesie, Stille und Gesang und Umarmungen werden sein und stummes Händehalten und ein Lächeln in all den Zeiten und der Boden ist uns nah und gibt uns Halt. Wir fliegen nicht in den Entfremdungen und Beschleunigungen davon, sondern versuchen das Ursprüngliche mit dem Seienden, mit dem Entstehenden zu verbinden und in Einklang zu bringen. So wird der Kreis sein und freundliches Atmen.
Die Zukunft bricht aus dem Eis aus und wird zur
„Zukunft im Licht“
Wir haben die Schnauze voll von den negativen Nachrichten und vom Jammern und Wehklagen. Wir leben und gestalten, wir bauen und respektieren, wir grüßen und arbeiten, wir singen und lieben das Glück der Anstrengung, wir haben unsere Aufgabe und steigen auf die Berge, lieben die Wasser und bearbeiten die Mutter Erde. Feuer werden brennen und sagen und der Tanz beginnt. Alle werden sie die Winter lieben und die kurzen Tage und sich freuen wenn die Sonne die Horizonte besiegt und sie werden es sehen und es spüren und erleben. Lange und ausgiebig werden sie in den lächelnden Wiesen sitzen und liegen und die Augen zum Himmel gerichtet heimlich und leise singen und die Hand drücken, die nebenan wartet und sich auf die Begegnung freut. Und sie werden es kaum erwarten können, dass die Marillenbäume blühen mit ihren mutigen und zarten Blüten die in Rosa gekleidet durch die nun wärmenden und wachsenden Tage tanzen und der Wind wird sie antreiben zu Höhenflügen und zu Aussichten und Einsichten. Und Erzählungen werden geboren und die Nacherzählungen werden weniger. Neue Wörter werden entstehen, neue Sprachformen um dem Neuen Sein, der Zukunft im Licht einen Namen zu geben. Und die Stille wird umgeschrieben werden und Karriere machen. Ein Star werden ohne neue Kleider, nur so hingelegt in die Zärtlichkeit des Sein. Für den Sommer und Herbst habe ich noch keine Bilder. Will die Neue Sonne leben und warten und warten und sein und sein. Und sie werden mitgehen, die Musiker, die Künstler, die lange gewartet haben auf ihren Auftritt. Jetzt werden sie dabei sein und beitragen Gesang zu sein und unendlich Raum. Und sie werden uns keine Angst mehr machen: die Zeitungen, die Nachrichten, die Systeme, die Gleichmacher, die verschuldetetn Subventionen, die verstümmelten Quoten und Zahlen. Das Haben wird zum Sein und das Sein ist und lebt und atmet aus dem Innern.
Allen Menschen gewidmet
Karl Perfler
Silvesterfest in Tschengls – Tschenglsburg/St. Ottiliakirche
Abseits vom lauten Böllerschießen und lauter Musik wollen wir den Schritt in das Neue Jahr bei einem feinen Abendessen, einem Spaziergang durch die Winternacht und bei einem Harfenkonzert in der St. Ottiliakirche, genießen.
Hier das Festprogramm
20.00 Uhr: Festliches Abendessen in den Stuben der Tschenglsburg
22.30 Uhr: Lichterwanderung durch die Winternacht zur gewärmten Ottiliakirche und Harfenkonzert mit Heidi Pixner
Anschließend Neujahrtrunk am offenen und wärmenden Feuer und wer Lust hat kann in die Neujahrsnacht tanzen.
Kosten für 5gängiges Silvestermenü, Konzert und Neujahrstrunk € 42,00
Das Lichtersymbol unterhalb der Burg: die rein rationalen Linien suchen und finden den Kreis, wandeln sich dank neuer Kräfte und leben die Linie der Toleranz, des Respekts, der Achtsamkeit. Diese Linie die aus dem Kreis geboren wird, zeigt in die Weite des Tales der jungen Etsch.
Peter Waldner in der Tschenglsburg – Außergewöhnliche Begegnung mit Schubert
Peter Waldner präsentiert seine CD
über die spätern Clavierwerke von Schubert
Freitag, am 28. Dezember 2012 in der Tschengslburg – 20.00 Uhr
Aus einem Schreiben von Michael Huber – einem der begabtesten jungen österreichischen Komponisten der Gegenwart – an Peter Waldner.
„Ich bin fest davon überzeugt, daß Du mit dieser Einspielung Interpretationsgeschichte geschrieben hast.
Der Seitensatz klingt in diesem Tempo auch ungleich überzeugender und wirkt nicht wie ein verlegenes Figurenwerk !
Das Menuett kommt kraftvoll zupackend und düster daher, das sanfte Trio verstärkt nur diesen Eindruck !
Manchen Interpreten scheint der Kraftakt des Menuetts geradezu peinlich zu sein, sie versuchen, die lyrische Seite überzubetonen – was aber nicht notwendig ist, wie man hören kann !“
Im Herbst 2011 initiierte Peter Waldner, Tiroler Organist, Cembalist, künstlerischer Leiter der Konzertreihe „AbendMusic-Lebensmusik“, Spezialist für Alte Musik und historische Tasteninstrumente, seine eigene neue CD-Reihe „Tastenfreuden“, in der bisher bereits zwei Produktionen erschienen sind:
„Die Baldachin-Orgel auf der Churburg (1558)“ und „John, come kiss me now“.
„Tastenfreuden“ Nummer 3 ist bedeutenden Clavierwerken aus Franz Schuberts letzten Lebensjahren gewidmet:
die Doppel-CD dokumentiert Peter Waldners intensive, unkonventionelle Auseinandersetzung mit Schuberts genialen Spätwerken an zwei Kopien früher Wiener Hammerflügel (Michael Rosenberger – um 1810 & Jacob Bertsche – um 1815) des renommierten Fortepiano-Bauers Robert A. Brown aus Oberndorf bei Salzburg.
Schuberts späte Claviermusik überraschend neu gelesen und interpretiert, ganz im Geist spätbarocker Rhetorik, Tonarten-Charakteristik, Figuren- und Affektenlehre sowie in ungleichschwebender historischer Stimmung (Kirnberger III)!
Die Doppel-CD mit farbig bebildertem, ausführlichem Booklet kostet 29,90 Euro. Bestellungen bitte an: info@peterwaldner.at
„Tastenfreuden“ Nummer 4 stellt unter dem Motto „Bachs Mentoren“ virtuose Tastenmusik von Johann Sebastian Bachs Lehrern und Vorbildern Georg Böhm, Dieterich Buxtehude und Jan Adam Reincken vor:
Peter Waldner erweckt barocke Meisterwerke des Tasten-Repertoires an einem zwei-manualigen Cembalo nach Ioannes Ruckers, einem Oktavspinett nach Samuel Bidermann und einem Muselar nach Andreas Ruckers dem Jüngeren zu prallem Leben, üppiger Vitalität und Sinnenfreude.
Die CD mit farbig bebildertem, ausführlichem Booklet kostet 19,90 Euro. Bestellungen bitte an: info@peterwaldner.at
„Zukunft unter Eis – die Kinder des Kreises“ Erste Foto von Florian Peer (Fotopeer)

Die Presse interessiert sich für das Eisprojekt in Tschengls. ORF – Südtirolheute Sendung Freitag, 07.12. um 18.30 und 19.30 Uhr. (Tirol 19.00 Uhr) Kameramann Christian Gasser, Redaktion: Ute Niederfriniger

Die Kinder der Volksschule in Tschengls haben im Tschenglser Bach Steine gesammelt und sie kunstvoll bemalt. Die Steine der Kinder bilden am Fuße des Schlossturmes einen Kreis. Die Kinder werden zu Kindern des Kreises. Wir Erwachsene dürfen in Stille wachsen. Ein Kompliment an die Kinder, an die Lehrkräfte und an die Eltern der Kinder., Ein ganz herzlicher Dank geht an Frau Ruth Stecher, die diese sinnvolle Aktion begleitet hat. Danke, Ruth.
Die Kinder des Kreises – Gruppenfoto

Die Tschenglsburg in der Eiswelt. Vorne das Logo: die rein rationalen Linien suchen endlich den Kreis, wandeln sich im Kreis und es entsteht eine Linie der Grundwerte. Im Frühjahr werden Blumen und Gräser das Logo begleiten.
„Die Kinder des Kreises“ – Gedanken zum Projekt: „Zukunft unter Eis“ 08.12.12 . 17.02.13
Auf der Suche nach dem Kreis
Das Tal der jungen Etsch zeigt sich heute wolkenverhangen und schleierhaft. Nur hie und da und nur für kostbare Augenblicke öffnen sich Wolkenfenster und Winterlicht bricht durch. Die Dörfer ruhen langsam und leis. An den begleitenden Obstbäumen hängt noch das Laub und in den freien Wiesenfeldern grasen geduldige und friedliche Schafe. Alles scheint für den Winter bereitet.
Bin unterwegs nach Tschengls. Habe von diesem Dorf am Rande des Tales erzählen gehört und ich bin neugierig geworden. Kann mir unter „Zukunft unter Eis“ nicht viel vorstellen. Will mich überraschen lassen und freue mich auf eine besondere Begegnung. Und dann stellt sich mir noch eine Frage: Was die wohl mit den Kindern des Kreises meinen? Spüre, dass ich lächle und es tut mir gut.
Neben der Pfarrkirche im Herzen des nun sonnenfreien Dorfes zeigt sich mir ein kleines beleuchtetes Häuschen. Trete ein und ich werde freundlich begrüßt. Eine gut gelaunte Frau erklärt mir in wenigen Sätzen das Projekt, das mich am Tschenglser Bach erwartet und mit einem Lächeln werden mir ein kleine Holztafel und ein Stift ausgehändigt. Dabei werde ich eingeladen meine Wünsche und spontanen Gedanken aufzuschreiben und im „Raum der Stille“ zwischen Brücke eins und zwei an den Holzzaun zu hängen. Ich freue mich über diese herzliche Einladung, verlasse den freundlichen Raum und die freundliche Frau und gehe zur Brücke.
Die Brücke bei der beeindruckenden Pfarrkirche, die das Dorf Tschengls in zwei Hälften teilt, ist der Einstieg. Über mir ein weiter Himmel der für Zeit seine Sonne verschenkt und der sich jetzt langsam in sein Abendkleid legt. Die Brücke ist für mich jetzt der Einstieg in eine andere Welt. Der frenetische und unbarmherzige Rhythmus des Alltags wird für Zeit angehalten. Das Wasser des Baches, als Wesen und Element der Schöpfung, wird zu Eis gefroren. In einem Begleitbüchlein, das ich mir in der Holzhütte gekauft habe, lese ich von verschiedenen Lebenslandschaften. Ein Raum der Stille, der Raum der Gedanken und der Raum des Tuns. Das wird ja spannend. Fühle mich unterwegs und freue mich hier zu sein.
Der Raum der Stille
Es ist still hier und ich genieße diese Stille, die mich weg bringt von all den lärmenden Gedanken und Alltagsgeschichten und ich fühle mich allein und ich fühle mich gut. Wie einen Klangfaden höre ich das Dahingleiten des Wassers und ich habe Zeit und ich nehme mir Zeit für mich.
Denke mich den Bach der mir entgegen kommt, hoch, erahne und sehe Bilder, Schluchten und Felsenhänge, Almwiesen und weidende Kühe und weites Land, das sich unter schroffen Felsenhorizonten ausbreitet und irgendwann bin ich bei der Quelle des Tschenglser Baches. Hier beginnt der denkbare Bach. Hier kann ich den Bach sehen und hier bekommt der Bach seinen Namen. Beginnt der Bach aber auch hier? Welch eine Täuschung meiner engen Gedanken. Lange schon sind die Wassertropfen, die sich später zum sichtbaren Bach sammeln im Bergesinnern unterwegs und dann, wann mein messbares Denken sich im Unmessbaren, nach menschlichem Maße Unmessbaren, auflöst, zeigt sich mir der Kreis des Wassers, der Kreis des Flusses und ich kann weder einen Anfang noch ein Ende denken. Im Denken lebe ich die Linie, die beginnt und endet, im Um-Denken darf ich den Kreis erkennen und leben. Kostbarkeit der Stille.
Welch herrliches Geschenk. Die Stille erlaubt mir einen Dialog mit mir selbst. Fühle mich mir nah und schon sehe ich mit anderen Augen, sehe mit meinem Herzen. Und langsam wird mir Einiges klar. Im Denken kann ich eigentlich nur all das erfassen, das für meine Sinne erkennbar und greifbar ist. Und trotzdem bin ich mir sicher, dass hinter all dem Denkbaren etwas ist, das über allem steht. Es fällt mir schwer dieses „Etwas“ zu beschreiben. Das Herz muss nicht beschreiben, noch denken. Das Herz liebt die Ahnung, liebt die Zuversicht, das Vertrauen, den Glauben, die Freude und sorgt sich um Verrat, Mißgunst, Habgier, Neid und Hass.
An der gegenüberliegenden Mauer ein kräftiges und warmes Abendrot. Der Sonnenkreis. Der Jahreskreis. Der Kreis der Unendlichkeiten.
Im Bach ein Bild mit weidenden Kühen. Hier können sie sein. Frei und inmitten herrlicher Naturlandschaft. Und auch den Kühen hat man übel mitgespielt. Man hat sie vollgestopft mit immer mehr Kraftfutter und sie behandelt wie Maschinen, die immer mehr leisten sollen. Die Kühe haben reagiert und geantwortet. Mit Krankheit, Unfruchtbarkeit und Tod. Maßloses Grenzüberschreiten und respektloses Tun. Irgendwann habe ich in der großen Ebene Kühe weinen sehen.
Starke Mauern begleiten meinen Weg am Bach und ich finde Worte an den Natursteinen, die mich zu mir führen. Die mich ermuntern, ermahnen, auffordern, bewegen, stärken.
Und ich habe ja noch die Holztafel, die mir die freundliche Frau im Holzhäuschen mitgegeben hat. Jetzt will ich die Tafel beschreiben und an den Holzzaun hängen. Was liegt mir am Herzen? Am Herzen? Ertappe mich wie ich Herz sage und nicht Kopf oder Denken oder Verstand. Lächelnd, in meinem Herzen lächelnd, nehme ich die Holztafel in die linke Hand und schreibe: Ich will ein Kind des Kreises sein.
In der Stille habe ich gar nicht bemerkt, dass inzwischen mehrere Menschen mit mir diesen Weg durch den Raum der Stille gehen und mit sich selbst beschäftigt scheinen. Jetzt will niemand reden. Die Erzählungen werden im Dialog mit dem Ich reifen. Wir alle sind einzigartig und haben nicht nur einen eigenen Fingerabdruck, sondern auch eine ganz persönliche „Landschaft“ in uns, die dann aufblühen kann, wenn wir ihr die notwendige Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Die Stille ist ein wertvoller Wegbegleiter für einen Dialog mit uns selbst, für eine Begegnung mit dem eigenen Sein.
„Manchmal scheint dieses unser Licht überflutet und wir fühlen uns wie in einem Tunnel. Was ist geschehen? Auf der Suche nach dem Ich sind wir dem Ruf der Außenbetrachtung erlegen. Wir passen uns an, wir gehorchen und folgen den Allgemeinheiten und der Masse und verlieren uns dabei selbst. Irgendwann spüren wir, dass das, was wir tun nicht unser Tun ist. Dass das, was wir denken nicht unser Denken ist. Dass das, was wir fühlen, nicht unsere Gefühle sind. Wir fühlen uns weit vom eigenen Sein, von den eigenen Wünschen und Träumen und Wirklichkeiten entfernt und die Stimme die uns zu uns selbst ruft, ersticken wir im Lärm und in Suchtwegen. Trotz allem aber erfahren wir immer wieder aufs neue, dass unser Tunnel einen Ausweg anbietet, dass Licht am Ende des Tunnels wartet. Die Erfahrungen und Bilder unserer Schwächen nehmen wir mit in unser Leben und sie werden uns stärken. Hügellandschaften des Lebens. Schatten und Licht“.
Diese Worte kann ich im Büchlein, das ich mir soeben gekauft habe, nachlesen.
Der Raum der Gedanken

…auch scheinbar unlösbare Probleme und Verstrickungen wollen gelöst werden. Sehr oft können Gespräche schwierige Knoten frei legen. Fehler und Schwächen gehören zum Leben dazu.

Die Masken dienen dem Fasching. Zeigen wir uns so, wie wir sind. Unser Leben wird dann zu einer Erzählung und ist keine Nacherzählung. Mit unseren aufrichtigen Erzählungen erreichen wir unsere Mitmenschen und leben frei.
Die bewussten und freien Erzählungen werden zu einer blühenden Landschaft und bilden den Kreis. Nacherzählungen und kopierte tendenziöse Meinungen leben in der Linie und enden unweigerlich in der Sackgasse.
Unter der Wolkendecke der lärmenden und entfremdenden Gedanken wartet unsere Einzigartigkeit.
Komm mit in den Raum des Tuns. Nehmen wir das Denken und Tun selbst in die Hand und überlassen es nicht den Anderen.
Von den Kindern lernen wir die Fähigkeit der Begeisterung. Eine Begeisterung, die aus dem Innern kommt, die Teil unserer Einzigartigkeit ist. Das Dabei-Sein an der Evolutionsgeschichte, das Mitwirken, das Sich-Einbringen an den Ent-wicklungen bedeutet Leben. Wenn wir das Tun und Denken den Anderen überlassen und nur reagieren und Abhängige sind, werden wir gelebt. Wir fühlen uns unfähig und finden keinen Wert im Leben.
Sehr oft befällt uns eine innere Leere. Wir haben Schwierigkeiten einen Sinn in unserem Leben zu finden. Wir fühlen uns ungebraucht und wertlos. Die negativen Schlagzeilen, die uns tagtäglich überfluten, ziehen uns noch mehr in den Strudel des Negativen. Wir beginnen uns selbst zu bemitleiden und warten und warten und warten und warten …….Und dabei wäre die Lösung so nah. Deshalb nah, weil sie bei uns selbst wartet. Wir alle haben irgendwelche Fähigkeiten die es neu zu entdecken gilt. An der Brücke haben wir gemeinsam den Einstieg begonnen. Die Stille, die Kostbarkeit der Stille hat uns den Dialog mit uns selbst ermöglicht. Glauben wir an uns und an unsere Fähigkeiten. Und vertrauen wir darauf, dass jemand an uns glaubt, wenn wir an uns selbst glauben. Alles beginnt und endet bei uns. Wir haben es in der Hand………

…und wir wollen nicht in die Falle tappen, wie die Zugvögel auf dem Sauchsattel am Dürer Weg. Unter dem verlockenden Grün sind die Fangnetze versteckt. Für die Vögel gibt es kein Entrinnen.

…aber wertvoll ist, dass wir uns nicht von Oberflächlichkeiten und kurzfrisitg gedachten Modeerscheinungen, einsperren lassen…
Aufgaben, Hobbys, sinnvolle Beschäftigungen als Kontrastprogramm zu den Suchtwegen
Der immerwährende Kreis des Lebens als Kontrast zur Linie, die endet

Freude am Musikzieren in herrlicher Naturlandschaft. Handwerkliches Können als Fundament für Lebensmelodien.
„Wir sind Kinder des Kreises“
Was heißt das?
In uns allen lebt das Kind der Begeisterung, das Kind der Visionen. Nur im Kreis gibt es Visionen. Das rein lineare Denken ist früher oder später zum Tode verurteilt. Als Kinder wollen wir dabei sein, mitwirken, gestalten, das tun was uns gefällt, denn das können wir am besten. Wir wollen unseren Fähigkeiten nachspüren und an der Entwicklung des Menschsein, der Gesellschaft, der Schöpfung, mitbauen. Wir wollen leben und nicht gelebt werden.
Fehlt uns der Mut dazu?
Nein, uns fehlt nicht der Mut dazu. In den schnellen und überaus linearen Jahren der Zahlen und Quoten, in den Jahren des Immermehr, des Noch- Höher und Schöner haben wir uns an die Außenbetrachtung verloren. Wir haben unsere Fähigkeiten dazu verwendet im unbarmherzigen Strom der schnellen Jahre mitzuschwimmen. Dabei haben wir übersehen, dass wir uns Dingen und Wirklichkeiten hingeben, die nicht die unseren sind. Wir haben die Beziehung zu uns selbst verloren und leben mit Luftwurzeln. Hängen jetzt, da diese „Scheinwelten“ zusammenbrechen sozusagen in der Luft und uns fehlt der Boden unter den Füßen. Wir finden keinen Anfang, kein Fundament, keine Basis wo wir neu beginnen könnten. Den eigenen Spielraum, die eigene Spielwiese des Lebens erkennen wir nicht mehr, da wir von der Nabelschnur unserer eigenen Potentiale abgeschnitten sind. Vom Plumpsklo zum Mars in wenigen Jahrzehnten. Das hält niemand durch. Tausende Nachrichten tagtäglich machen uns zu unausgeglichenen, überforderten Menschenmaschinen, die funktionieren müssen. Wir spüren ein Entweder-Oder. Für uns selbst und unsere Wirklichkeiten und Träume ist scheinbar kein Platz mehr.
Soeben war ich im Raum der Stille. Konnte mit mir selbst reden und mein Sein durfte sich in den herrlichen Bildern am Tschenglser Bach spiegeln. In der Spiegelung, in der zärtlichen Annäherung an die Bilder, an den intimen Flussraum durfte ich mir selbst begegnen. Den Lärm der schnellen Zeit durfte ich im kleinen Holzhäuschen zurück lassen. Mir ist als würde sich meine Welt reduzieren, als würde das Verschwommene und Allgemeine dem Wesentlichen und Wertvollen Platz machen. Gerne werde ich den Menschen denen ich begegnen werde, von mir , von meiner Erfahrung, erzählen. Freue mich, dass ich nun wieder eine eigene Erzählung habe und nicht nur nacherzählen muss. Ich weiß wer ich bin. Ich bin ein Kind des Kreises und will den Kreis leben und lieben.
Stehe vor der Tschenglsburg und schaue auf Linien, die in einen Kreis führen. Die Linien, die gerade und kalt wirken, tragen Namen. Lese: Habgier, Neid, rein materielles Denken, Respektlosigkeit, Ich-Verlust, Werteverlust. Im Kreisinnern begegnen mir ebenfalls Wörter: Selbstwertgefühl, Würde des Menschen, Respekt, Achtsamkeit, Freude, Begeisterung, Zeitgefühl, innere Zufriedenheit, Dabei-Sein, Mitwirken, wertvoll sein. Aus dem Kreisinnern wachsen wiederum Linien, die jetzt nicht mehr schnurgerade und kalt wirken, sondern wie Wellen und Schwingungen in die Schöpfung singen. Im Kreis haben sich die Linien gewandelt. Der Kreis lädt zum Gespräch, zum gewaltfreien und respektvollen Gespräch ein. Gespräche sind wiederum Räume für Spiegelungen. Die Stille führt zum Wort, zum eigenen Wort, zur Erzählung, zum Gespräch. An den alten Mauern der Burg haben Besucher bereits Bausteine der eigenen Empfindungen angebracht. Ein Mosaikbild wird entstehen und als Fundament für das Tun, für Wege des Tuns dienen.
Sieben Millionen Gäste besuchen uns jährlich, (30 Millionen Übernachtungen) in unserem Land leben ungefähr 513.000 Menschen, tagtäglich besuchen uns viele Ausflügler und tagtäglich sind unsere Strassen voll von durchreisenden Menschen. Und uns fällt nichts anderes ein, als Tonnen und Tonnen von Erzeugnissen durch die Luft fliegen und über die Strassen karren zu lassen, damit wir selbst überleben und unseren Gästen Gastgeber sein können. Nützen wir die außergewöhnliche Kraft unserer Heimat für einen eigenen Weg, für kleine Kreisläufe mit großen Auswirkungen für Körper, Geist und Seele. Geschätzter Direktor Engl, wir könnten uns viele Werbeausgaben sparen, wenn wir so sein würden wie wir sind, wenn wir unseren Landschaften ihre Aufgabe und ihren Wert schenken würden. Liebe Gastgeber besinnt Euch, dass Ihr Gastgeber von einem Land seid, das alle Möglichkeiten hat, eigene Erzeugnisse auf den Tisch zu bringen. Nehmt nicht nur die Bilder für Eure Prospekte, sondern denkt auch über einen gemeinsamen Weg zwischen Tourismus und Landwirtschaft und Handel nach. Lieber Landesrat, Dr. Theiner, auch in der Sanitätseinheit könnten wir einsparen, denn eine gesunde Landschaft unterstützt die Gesundheit der Menschen. Der Einfluss der Landschaften auf die geisitge, spirituelle, körperliche und seelische Gesundheit (oder Krankeit) ist viel größer als wir vermuten können.
Die Wolkenfelder haben sich beinahe aufgelöst und im Dorf mit den vielen Türmen streicheln letzte Sonnenstrahlen Mensch und Land. Der Sonnenberg steht bereit für neue Aufgaben und „Zukunft unter Eis“ schenkt die Zeit für ein Überdenken, Nachdenken, Vordenken.

Die Etsch und das Meer: Der Fluss lehrt uns den Kreis – an der Mündung endet nur der Name des Flusses. Die Wassertropfen von Saldur, Plima, Rambach und allen anderen großen und kleinen Flüssen bleiben. Unendlichkeit
Der Projektweg „Zukunft unter Eis“ wird am Samstag, den 8. Dezember mit dem traditionellen Adventsingen in der Pfarrkirche eröffnet und ist bis einschließlich 17. Februar 2013 für alle Interessierten kostenlos zugänglich.
Täglich außer Montag (Ruhetag) von 10.00 bis 20.00 Uhr (Ave Maria Läuten)
Bei Voranmeldung wird Karl Perfler Sie durch den Projektweg führen. (Schulklassen, Vereine, Senioren, Jugendgruppen, Gästegruppen und Einzelpersonen)
Voranmeldungen unter Tel. 3200829165 oder karl.perfler@rolmail.net

























