Zukunft im Licht – „Denken und Tun selbst in die Hand nehmen – Leben“
Zukunft unter Eis wird zur „Zukunft im Licht“
Noch brennen sie, die Lichter im Tschenglser Bach und die Bilder hängen an den starken Schutzmauern des winterlichen Baches. Sie haben ihre Aufgabe erfüllt. Haben die Menschen, die sie besucht haben zum Nachdenken angeregt, zum Überdenken eingeladen und nun gilt es das Erkannte und Erlebte in ein Tun zu wandeln.
Am Fuße des Burgturmes bilden die bemalten Steine der Tschenglser Volksschulkinder einen Kreis: ohne Anfang und Ende. Der Kreis lebt in sich und ladet zum Eintreten ein. Die Linie, die rein rationale Linie beginnt und endet und endet früher oder später unweigerlich in der Sackgasse.
Im 1. Stock der Tschenglsburg hängen beeindruckende Bilder, von den 6 Kindern der Kunstgruppe des Tschenglser Kindergartens gemalt. Ihr Thema war das Wasser. Das Wasser das schwimmt und lebt und uns leben läßt und uns mit Mutter Erde verbindet. 80% der Erde sind Wasser, 80% von unserem Körper sind Wasser. Wir sind mit dem Kosmos verbunden. Wir sind ein kleiner Kosmos und Teil des großen Zusammenhanges.
Und sie sind zur Zukunft unter Eis nach Tschengls gekommen. Die Lehrer, die Künstler, die Politiker, die Handwerker, die Kaufleute, die Industriellen, der Bauernbund, die Sozialdienste, die Jugendorganisationen, die Gastwirte und Gastgeber, die Senioren, die Bänker, die Bildunsausschüsse, der Bischof mit dem Pfarrgemeinderat, die Feriengäste. Viele Gespräche haben stattgefunden und Gedanken sind ausgetauscht. Und durch alle Gespräche und Gedanken zieht sich ein roter und starker Faden:
„Lasst uns das Denken und Tun selbst in die Hand nehmen. Lasst uns so sein wie wir sind. Mit all unseren Fähigkeiten und Schwächen und mit unseren Träumen und Wirklichkeiten. Wir brauchen keine Belehrungen und Beschleunigungen. Wir wollen das was wir haben und sind festigen und zu bewussten und kritischen Beobachtern werden. Wir setzen einen ersten Schritt und der erste Schritt wird einen zweiten ermöglichen und es wird ein Weg werden, es wird unser Weg werden. Wir wollen leben und nicht gelebt werden. Aus unserem Innern heraus wachsen und gehen und sein und lieben und uns freuen und den Mitmenschen Freude bereiten und wir wollen begegnen, der Natur und den Menschen, die Teil der Natur sind und wir wollen lernen und werden. Und es wird Musik sein und Poesie, Stille und Gesang und Umarmungen werden sein und stummes Händehalten und ein Lächeln in all den Zeiten und der Boden ist uns nah und gibt uns Halt. Wir fliegen nicht in den Entfremdungen und Beschleunigungen davon, sondern versuchen das Ursprüngliche mit dem Seienden, mit dem Entstehenden zu verbinden und in Einklang zu bringen. So wird der Kreis sein und freundliches Atmen.
Die Zukunft bricht aus dem Eis aus und wird zur
„Zukunft im Licht“
Wir haben die Schnauze voll von den negativen Nachrichten und vom Jammern und Wehklagen. Wir leben und gestalten, wir bauen und respektieren, wir grüßen und arbeiten, wir singen und lieben das Glück der Anstrengung, wir haben unsere Aufgabe und steigen auf die Berge, lieben die Wasser und bearbeiten die Mutter Erde. Feuer werden brennen und sagen und der Tanz beginnt. Alle werden sie die Winter lieben und die kurzen Tage und sich freuen wenn die Sonne die Horizonte besiegt und sie werden es sehen und es spüren und erleben. Lange und ausgiebig werden sie in den lächelnden Wiesen sitzen und liegen und die Augen zum Himmel gerichtet heimlich und leise singen und die Hand drücken, die nebenan wartet und sich auf die Begegnung freut. Und sie werden es kaum erwarten können, dass die Marillenbäume blühen mit ihren mutigen und zarten Blüten die in Rosa gekleidet durch die nun wärmenden und wachsenden Tage tanzen und der Wind wird sie antreiben zu Höhenflügen und zu Aussichten und Einsichten. Und Erzählungen werden geboren und die Nacherzählungen werden weniger. Neue Wörter werden entstehen, neue Sprachformen um dem Neuen Sein, der Zukunft im Licht einen Namen zu geben. Und die Stille wird umgeschrieben werden und Karriere machen. Ein Star werden ohne neue Kleider, nur so hingelegt in die Zärtlichkeit des Sein. Für den Sommer und Herbst habe ich noch keine Bilder. Will die Neue Sonne leben und warten und warten und sein und sein. Und sie werden mitgehen, die Musiker, die Künstler, die lange gewartet haben auf ihren Auftritt. Jetzt werden sie dabei sein und beitragen Gesang zu sein und unendlich Raum. Und sie werden uns keine Angst mehr machen: die Zeitungen, die Nachrichten, die Systeme, die Gleichmacher, die verschuldetetn Subventionen, die verstümmelten Quoten und Zahlen. Das Haben wird zum Sein und das Sein ist und lebt und atmet aus dem Innern.
Allen Menschen gewidmet
Karl Perfler
Schreibe einen Kommentar