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Prinz Chaos II und Dominik Plangger beeindrucken mit ihren Liedern

Zwei Musiker und zwei Extreme im Einklang

Sie waren fünf Tage auf dem Gutshof von Konstantin Wecker in der Toskana. Haben dort ein Lied aufgenommen und geprobt und gesungen und Pläne geschmiedet. Prinz Chaos II und Dominik  Plangger. Gestern, Sonntagabend haben sie in der Tschenglsburg gesungen und gespielt und beeindruckt. Prinz Chaos II, der „Südtirol“ erobern und von seinem Schloss in Südthüringen aus „regieren möchte“, lebt von seinen Texten und von seinen überraschenden Einfällen. Seine Musik ist harte Wirklichkeit und seine Texte sind die Begleiter dazu. Es gibt nichts was ihm nicht einfällt. Er kennt sie alle die Situationen und Wirklichkeiten. Er erzählt vom Wert der Arbeit und von den Arbeitern und er läßt das Papamobil in einem Kanal und in 8 Strophen untergehn. Nur selten nimmt er die Spannung heraus aus seinem Tun und legt sich in Gefühle. Ein Prinz begnügt sich nicht. Will immer mehr, will alles. Er steht da und besetzt den Raum und nur dann wenn er Dominik begleitet und wenn sie zusammen singen und musizieren, finden sich zwei Extreme im Einklang und der Zuhörer wird angenehm überrascht und fühlt sich wohl. Prinz Chaos II will nicht beschönigen, er ist ein streitbarer Krieger, der seinen Kampf ausficht, der zusticht und seinen Kampf beenden will. Und auch in seinen Texten finden sich zwei Extreme und geben dem Gedicht, dem Lied einen Fluß, einen Einklang. Der Prinz kann nicht anders. Er muss seine Fähigkeiten heraus lassen und den Mittelpunkt erobern. Nur dann wenn ein Gegenüber sich mit ihm verbindet und in seine Tiefe vordringt, legt sich die Kampfeslust und der streitbare Prinz läßt Stille und Nachdenken zu. Und dann wird all sein Können frei und das „Laute“ bekommt Fülle und Wert und wird zu einem großen Potential. Lieber Prinz, mit Dir möchte ich zu den blühenden Marillenbäumen gehen und Dich beobachten wenn Du in die Feuer der leuchtenden zarten Blüten schaust.

Dominik hat Hausrecht. Er kennt die Tschenglsburg und ist – wie er sagt – gerne hier. Nur langsam findet er zu seinen Liedern. Noch ein Bier, eine Zigarette und dann geht es los. Und wie es los geht. So als wäre diese Zeit der Vorbereitung ein Auffüllen von Zartheit, von Gefühlen, so stark und beeindruckend erleben wir seine Lieder. Texte und Musik leben in Zweisamkeit und der Gesichtsausdruck von Dominik verbindet beide. Und es ist still in der Stube und die Mauern fühlen mit und der Raum wird erfüllt von einer Sehnsucht nach Freiheit, Liebe, Aufrichtigkeit und Frieden. Dominik ist überall zu Hause, aber er ist kein Heimatloser. Seine Wurzeln sind klar und sie zeigen sich. Dominik kennt keine Grenzen, Normen sind ihm ein Greuel und er gehorcht nicht. In seinem Ungehorsam ist er stark und eigenständig und singt bewusst und von seinem Innersten heraus. Seine Lieder erreichen die Menschen direkt und andauernd und bleiben da. Geduld müssen sie alle haben, die Zuhörer, denn Dominik lebt die Geduld und die Langsamkeit und er läßt sich nicht antreiben.

Lieber Prinz, lieber Dominik, fliegt hinaus in die Welt wie die Vögel, frei und immer in Gefahr. Kommt aber zurück zu uns und erzählt von Euren Freiflügen, damit wir uns immer mehr befreien können vom Zwanghaften und vom Gehorchen und damit wir immer mehr fähig werden so zu sein wie wir sind. Ihr Zwei habt uns gezeigt wer Ihr seid. Zwei Extreme im Einklang. Danke und bis bald.

Karl Perfler

Dominik Plangger und Prinz Chaos II

Dominik Plangger

Prinz Chaos II will "Südtirol regieren"

Der Prinz

Zwei von den glücklichen >Zuhörern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Antworten auf Prinz Chaos II und Dominik Plangger beeindrucken mit ihren Liedern

  • Gudrun Koball sagt:

    Herzlichen Dank für diesen wundervollen Bericht und die schönen Bilder.
    So ists mir doch, als sei ich ein klein wenig dabei gewesen!
    Noch einmal ganz vielen Dank!

  • Lieber Karl Perfler, ich hab´ gerade deine (ich darf Du sagen?) website von vorn bis hinten studiert und bin sehr beeindruckt. Ich bin über den Dominik Plangger drauf gekommen, der ein Freund und Almkollege meines Sohnes Daniel ist (www.danielrauch.de) und den ich als Musiker bewundere. Deine Gedanken gehen mir sehr nahe und ich finde es toll, was du da so machst. Vielleicht darf ich dich mal besuchen, ich bin mit meiner Theresia immer wieder mal im Vinschgau unterwegs. Ich wünsch´ dir eine gute Zeit und viele gute Gedanken. Bis hoffentlich bald, Guenter Rauch.

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