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Im erfüllenden Raum der Liebe – Kostbarer Spielraum für uns Menschen

Lichtkuss

Bild-Raum

„Wir leben höchstens 5-10% von unseren Möglichkeiten als Menschen“, höre ich eine Stimme sagen. Bin unterwegs und es ist Nacht  und der Vintschgerwind bläst und es ist unangenehm kalt. Unter meinen Füßen gefrorener Schnee und glattes Eis und nur manchmal finden meine Schuhe festen erdigen Boden. In den Dörfern flimmern die Lichter und hier bei den alten Feldern ist es still und dunkel und der Blick zum Sternenhimmel ist frei. Trotz der Kälte ist mir nicht kalt und irgendwie habe ich das wohlige Gefühl, dass mein Körper sich zurück zieht und meine Seele jetzt mehr Raum bekommt. Und da ist diese ersehnte Wärme die von innen kommt und von den Lichtern am Himmel verstärkt wird. Erahne einen Raum und erahne Bilder und kann keine Sprache finden für Bilder und Raum. Ganz deutlich aber ist er da, dieser Bild-Raum der mir Wärme und Wohlgefühl ist und der mich mir nahe sein läßt. Und jetzt ist es kein bärtiger Herrgott, der sich mir zeigt. Es ist wie eine große Gesamtheit , eine allumfassende Zusammenfassung, die mich umgibt und behütet und die mir eine selten erfahrene Leichtigkeit schenkt. Mit einem Lächeln in meinem Fühlen erspüre ich etwas das ist und doch nicht wirklich ist. Nein, es ist keine Vermutung. Es ist wirklich und ich suche ein Wort, einen Namen für das Seiende und Vorstellbare, Nicht-Greifbare. Und die Bilder von Kindheit und Zärtlichkeiten und die Bilder von alten Bäumen die in das Blau wachsen und die Bilder von Wasserspiegeln und der Ruf der Waldbäume und die Freundlichkeit der Tiere und die Melodie des Baches und die schützenden Hände von Vater und Mutter und die Nähe von Menschengesichtern führen in den Bild-Raum der sich in das Wort Liebe legt. Und nun habe ich den Ausdruck gefunden, den ich finden wollte für die große Zusammenfassung und für den großen Gesang, der uns Menschen geschenkt. LIEBE. Tausend Jahre langes Gehorchen und Nachfolgen und das Verlassen der eigenen Wege und Möglichkeiten haben uns in eine Welt von Zahlen und purem Denken gejagt und all jene die im rein rationalen Denken vorausgegangen und nach vorne geprescht sind, haben sich von den Wirklichkeiten entfernt und haben sich selbst an den Rand gedacht bis zum Geht-nicht-mehr. Sie haben etwas Unentbehrliches zurück gelassen: ihre Seele. Und die meisten von uns und von unseren Vormenschen  haben nach einem Gott gesucht, der herrscht und waltet und befiehlt und in diesem Suchen haben sie Herrscher und Verwalter und Befehle gefunden und dabei die Sehnsucht nach jenem Gott verloren der sich uns immer und ewig in der Liebe zeigt. Und das Wort Liebe ist verbraucht so wie das Wort Gott verbraucht ist. Gott ist die Liebe und die Liebe ist Gott. In diesem Raum von Liebe finden wir unsere Möglichkeiten und unsere Erfüllung. Und es ist ein wertvoller Spielraum, den wir bespielen dürfen mit unseren Fähigkeiten, mit unseren Sehnsüchten und Träumen und Wirklichkeiten. Wir leben in einer allzu bewußten Zeit. Wir wissen so viel, aber wir fühlen so wenig. Und jetzt kommen mir die 5-10% in den Sinn. Aber es ist noch nicht zu spät. Es ist nie zu spät. Jeder Augenblick taugt für einen Anfang, für einen Neuanfang, Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben. Wir haben verlernt, unsere Sinne auf etwas ruhen zu lassen. Deshalb erfühlen wir so wenig. Und wir dürfen und sollten uns nicht von unseren Träumen und Illusionen trennen. Ohne Illusionen werden wir zwar weiter existieren, aber wirklich leben werden wir nicht mehr. Sorgen wir uns nicht um das was kommen wird und beweinen wir nicht das was vergeht. Sorgen wir uns lieber, dass wir dahintreiben im Strom der Zeit, ohne unseren eigenen Himmel. Diesen uns eigenen Himmel finden wir in uns. In unserem Innern ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn wir nur zu graben verstehn. Und wir müssen schon selbst graben. Wo steckt sonst das Glück, dass wir in einer Welt leben dürfen mit Blumen die wir betrachten dürfen, mit Wolken denen wir bei ihrem Zuge nachschauen dürfen. Wir dürfen den Vögeln lauschen und den Bächen und wir dürfen alles schauen und genießen ohne es zu besitzen. Und es gibt sie noch die einfachen Dinge. Die Felder und die rauschenden Bäume und den Mond und die Sterne und den Sonnenberg und den Wind und trockens Gras und ruhende Erde und stille Steine.  Und wir dürfen die Menschen beobachten und bewundern in ihrem Sein und und ihrer Suche nach Glück und Gott. In unserem Herzen gibt es kein Grundbuch und keinen Besitzbogen. In unserem Herzen ruht der Himmel, der zur Quelle wird, wenn wir uns nicht im Lärm der Außenbetrachtung verlieren und uns damit selbst verlieren. Und nun wollen wir reisen. Wir reisen gemeinsam zur Liebe. Es ist still hier draußen bei der Ottilia Kirche und bei den alten Feldern.  Am Sternenhimmel sind jetzt noch mehr Lichtstrassen und Lichträume die sich in der Dunkelheit wohl fühlen. Erst durch die Dunkelheit werden Sterne sichtbar, durch sie werden sie zum Licht. Bin mit mir allein und ich bin allein. Höre die Stimme der Nacht und höre den Klang meiner Sehnsucht und bin, bin ganz nah bei mir. Und tausend Melodien und Lieder die sich in einen einzigen Gesang finden und alles ist ein Nichts und es ist Leere und Tiefe und eine große Leichtigkeit. Und in dieser Leere und Stille und im Nichts zeigt sich ein Bild-Raum der mir bekannt ist. Manchmal scheint er mir nah, ganz nah und dann wieder weit weg. In den Augenblicken kann ich ihn für Augenblicke erfassen und erfühlen und plötzlich finde ich in diesem DU mein ICH. DU, mein Bild-Raum, bist mir Spiegelung und Erkennen. In Dir erkenne ich mich und finde mich. DU bist die LIEBE. Alles was ich in mir trage, alles was ich aus meiner eigenen Quelle schöpfe, bin ich. Aber der Weg zu diesem ICH führt über tausend Zärtlichkeiten und Zartheiten, die wie ein Geländer sind und begleiten und zur Liebe führen. Zärtlichkeit ist für die Liebe dasselbe wie der Tau für die Blumen. Betrachten wir doch alles mit der uns eigenen Zartheit und lächeln wir unsere Zärtlichkeit. Liebe ist ein Weg. Immer neu begangen und nie endend. Und die Liebe tragen wir in uns. Wir finden sie in jedem Augenblick. Jetzt, ja jetzt. Und wir beginnen zu lächeln und wir wissen, dass wir die Liebe in uns tragen. Und jetzt ist unsere Reise, eine Reise des Augenblicks. Und ich werde zurück gehen. Zurück zu mir wo ich bereits bin. Will den Menschen mit Achtung und Vertrauen begegnen und in der Liebe wachsen. Durch die liebevolle Betrachtung wird alles schön. Und die Liebe ist wohl das einzige, das sich immer vermehrt und wächst, auch wenn wir es verschwenden.


Das Licht besiegt die dunklen Wolken

He ihr Menschen, da bin ich. Ich Vogel

 

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