Familie Perfler – Cousinentreffen in der Tschenglsburg – 14.Jänner 2012
Lieder, Frohsinn, Optimismus, Heiterkeit und gute Ausdauer
Das letzte Mal haben wir uns im Schloss Goldrain getroffen. Jetzt war wieder eine Burg unser Treffpunkt. Und fast alle sind sie gekommen und das Cousinentreffen wurde zu einem heiteren und fröhlichen Fest. Hauptanteil am guten Gelingen hatte Cousin Rudi Mair, der in einer unvergleichlichen Art die Fähigkeit besitzt, Menschen zu unterhalten und Optimismus zu streuen. Mit seiner Gitarre spielt er, dichtet er, erdenkt er Lieder und Texte und reißt alle mit. So waren nicht nur die Cousinen heiter unterwegs in der Burg. Auch die „Zaungäste“ haben die Feier genossen und waren von der „Fähigkeit, Feste zu feiern“, angetan. Karl. Cousin und Schlosswirt hatte alle Hände voll zu tun und freute sich sichtlich über „die feiernde Verwandtschaft.“ Beim Abschiednehmen haben alle den Wunsch geäußert, dass es diesmal nicht wieder 10 Jahre bis zum nächsten Treffen dauern soll.
Konzert in der Tschenglsburg – Prinz Chaos II und Dominik Plangger – 29.01.2012
Die Liedermacher Prinz Chaos II und Dominik Plangger kommen am Sonntagabend
in die Tschenglsburg
Vorgestern ruft mich Dominik an und ganz spontan teilt er mir mit, dass er mit seinem Musikfreund und Liedermacher Prinz Chaos II – http://www.prinzchaos.com – am Sonntagabend so gegen 17.00 Uhr in die Tschenglsburg kommen wird und dass sie beide für uns singen und musizieren werden. Gerne habe ich zugesagt und ich freue mich sehr, dass Dominik, der in der Tschenglsburg seine neue CD vorgestellt hat, nun wieder in die Tschenglsburg zurück kehrt. Und er kommt nicht allein. Er bringt seinen Musikfreund mit und sie werden für uns singen und musizieren. Wie früher so am Stammtisch. Einfach da sein und durch die Musik und aufrichtigen Lieder Freude bereiten. Lieber Dominik, wir freuen uns auf Euch.
Biographie von Prinz Chaos
BIOGRAPHIE
• Väterlicherseits Sohn einer antifaschistischen Arbeiter- und Bauernfamilie, ist Prinz Chaos II. auf der Mutterseite Sproß des bekannten Münchner Schauspieler- und Kabarettistenklans Prosel (Künstlerkneipe Simplicissimus, siehe: www.theo-prosel.de)
• Seit der musikalischen Früherziehung im Kindergartenalter musizierend, spielt Prinz Chaos seit dem 8. Lebensjahr Gitarre, später auch Mandoline, sowie sämtliche Facetten seiner selbst.
• 1999 veröffentlicht der Chaosprinz die CD „Jahrhunderttausendsiegesnacht“ // Altmeister Franz Josef Degenhardt nimmt ihn symbolisch in die „Bruderschaft der Sänger“ auf.
• 2000: in der ZDF-Sendung „ZDF-Reporter“ werden wiederholt Beiträge aus dem Leben des Prinzen ausgestrahlt.
• 2001: Mitwirkung an und bei der zweitägigen History Revue „Dieser Song gehört uns“ des Kulturnetzwerks „Kanak Attak“ an der Berliner Volksbühne // Beteiligung an der Aktion „Normkontrolle“ der queeren Gruppe „Abnormals Anonymous“ beim Hamburger Christopher Street Day.
• 2002: Mitwirkung an und bei der zweiten Kanak Attak – Revue „Konkret Konkrass“ an der Berliner Volksbühne und dem Schauspiel Frankfurt.
• 2003: ZDF-Dokumentation „Mein Leben – Dein Leben. Videotagebücher aus Deutschland“ // Indien-Reise // Beginn der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker.
• 2004 veröffentlicht der Chaosprinz sein zweites Album: „Prinz Chaos auf Großer Fahrt“. Darauf finden sich zwei Lieder mit Konstantin Wecker, auf dessen Label die CD erscheint // Der Chaosprinz spielt eine Hauptrolle im Film „Recolonize Cologne“ (release 2005)
• 2004 bis 2006 Japan-Aufenthalt // Projekt „D-Haus“ und Nachbau der Künstlerkneipe Simplicissimus in Tokyo im Rahmen von „Deutschlandjahr in Japan 2005/2006“ // Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Deutschen Botschaft Tokyo.
• 2007: Award „Superstar der Antifa“ für das Lied „Fatima von Stalingrad“ // Festival Politik & Musik, Berlin // mehrmonatige Co-Moderation von „Dr. Seltsams Wochenschau“.
• 2008: Prinz Chaos II. erwirbt am 18. Januar Schloss Weitersroda von 1478 in Südthüringen // Im Rahmen der Münchner 850-Jahrfeier präsentiert die Familie Prosel die Revue „Der Simpl-Goethe und die Nachtigall“ im Münchner Prinzregentgarten // Auf der Wecker-CD „Gut’n Morgen, Herr Fischer“ singt der Chaosprinz das „Münchner Lied“ seines Urgroßvaters Theo Prosel zusammen mit Konstantin Wecker
• 2009: Das Schlossprojekt in Weitersroda nimmt Formen an. Der Südgiebel wird mit Hilfe der Städtebauförderung saniert. Die Schlossgemeinschaft wächst. Kulturveranstaltungen ziehen zahlreiche Besucher an.
• 2010: Prinz Chaos arbeitet für die Musikzeitschrift „Melodie & Rhythmus“, den Internet-Sender „Weltnetz-TV“ und absolviert Konzerte und Auftritte u.a. bei den Festivals Burg Herzberg, Woodstock Forever, Tollwood und Kevelaer. // Der Piper-Verlag nimmt das Prinzengedicht „Sommer in Heiligendamm“ in eine Anthologie der „schönsten Liebesgedichte aus 300 Jahren auf.“
• 2011: Prinz Chaos II. startet eine Internet-Offensive. Über das Jahr verteilt werden mehr als 30 Videos veröffentlicht, darunter zahlreiche neue Songs wie „Das Papamobil“, „Keep Tokyo Going!“ oder „Dresden-Nazifrei“. // Das Musikvideo „Liberaton Square“ zur Revolution in Ägypten erreicht via Facebook & Twitter die Aktivisten in Kairo // Kooperation mit Paco Mendoza (Raggabund) für „Global Liberation Square“ // Ende Mai findet erstmals das Paradiesvogelfest auf Schloss Weitersroda statt. // Prinz Chaos II. initiiert das Tribute-Konzert „Freunde feiern sein Werk“ für Franz Josef Degenhardt im Berliner Ensemble. Das BE, die junge Welt und Melodie & Rhythmus agieren als Veranstalter. Hannes Wader, Daniel Kahn, Götz Widmann, Barbara Thalheim u.v.a. nehmen teil. Prinz Chaos II. moderiert mit Konstantin Wecker den umjubelten Abend und trägt die Lieder „Nevada Kid“ und „Unser Berlin“ vor.
• 2012: das renommierte „Purnev Literary Magazine“ veröffentlicht sechs Prinzen-Gedichte
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„Ich war im Krieg“, Eröffnung der Ausstellung in der Tschenglsburg am Dienstag, den 31.Jänner
„Ich war im Krieg“
Wanderausstellung mit Eindrücken vom gebürtigen Schnalser Luis Raffeiner vom Russlandfeldzug.
Tschenglsburg: 31.01. bis 12.02.2012
Luis Raffeiner war als Wehrmachtssoldat beim Russlandfeldzug im Zweiten Weltkrieg. Dabei hat er selbst Bilder geknipst, die ihn und seine Kameraden während der Vorbereitung des Krieges aber auch mitten im Geschehen an der Front zeigen.
Mit dem Soldaten Luis Raffeiner bekommt der abstrakte Begriff „Krieg“ ein Gesicht. Die „große“ Geschichte und das persönliche Erleben des Protagonisten Raffeiner hängen eng zusammen und daraus ergeben sich viele Fragen. Die Ausstellung regt zum Überdenken, zum Nachdenken an und das Rahmenprogramm in der Tschenglsburg wird einen Bezug zur Gegenwart herstellen. Ist so was heute noch möglich? Würden wir heute noch gehorchen und in so einen schrecklichen Krieg ziehen? Sind wir selbstbewusst und eigenständig genug den versteckten und offenen Diktaturen und Mächten kritisch und frei zu begegnen?
Die Wanderausstellung wird vom Amt für Weiterbildung in Kooperation mit dem Landesarchiv, den Landesbibliotheken Teßmann und Claudia Augusta und der Edition Raetia organisiert. Sie kann kostenlos beim Amt für Weiterbildung angefordert werden und ist für die dritten Klassen der Mittelschule sowie für Oberschulen zu empfehlen.
Für Rahmenveranstaltungen stehen Historiker Dr. Leopold Steurer und die Autorin Luise Ruatti zur Verfügung.
Ergänzt wird die Ausstellung von einem Video-Interview mit Luis Raffeiner, das im Auftrag des Holocaust-Memorial-Museums in Washington im Dezember 2009 aufgezeichnet wurde.
Die Ausstellung in der Tschenglsburg wird vom Bildungsausschuss Laas/Tschengls in Zusammenarbeit mit der Schützenkompanie Tschengls organisiert.
Buch von Luis Raffeiner
Frau Luise Ruatti aus Naturns hat die Lebenserinnerungen von Luis Raffeiner im Buch mit dem Titel „Wir waren keine Menschen mehr“
aufgezeichnet. Ein beeindruckendes Buch über die Kindheit und Jugendzeit von Luis Raffeiner und über den Krieg in seiner brutalen und grausamen Wirklichkeit. „Seine Geschichte ist bedrückend und zusammen mit seinen Fotografien ein seltener, später Glücksfall für die Zeitgeschichte“, so äußerte sich Historiker Dr. Gerald Steinacher darüber.
Rahmenprogramm in der Tschenglsburg
Dienstag, 31.Jänner: Feierliche Eröffnung der Ausstellung um 19.00 Uhr. Frau Ruth Stecher vom BA-Tschengels wirddie Ausstellung eröffnen, der Historiker, Leopold Steurer spricht über den 2.Weltkrieg und Frau Luise Ruatti führt durch die Ausstellung
Samstag, 04.Februar: „Tschengls während der Optionszeit und im 2. Weltkrieg. Referent: Dr. Herbert Raffeiner. Moderation: Karl Perfler Beginn: 18.00 Uhr
Sonntag, 05. Februar: Ein Sonntagnachmittag mit Maridl Innerhofer, bekannte Mundartdichterin aus Marling undTochter des Lehrers Franz Innerhofer, der 1921 von den Faschisten in Bozen erschossen worden ist. Musikalische Umrahmung: Gernot Niederfriniger. Beginn: 17.00 Uhr
Samstag, 11.Februar: Krieg und Frieden und eine Einladung zur Einfachheit: „Leben und nicht gelebt werden.“ 19.00 Uhr – Konzert in der Pfarrkirche und ab 20.00 Uhr Festabend in der Tschenglsburg mit Musik, Literatur und vergessenen Gerichten.
Paralell zur Wanderausstellung werden in der Tschenglsburg alte Bilder und Ansichten von Tschengls und den Menschen in Tschengls ausgestellt. Diese ganz besondere Ausstellung wird von der Haspinger Schützenkompanie Tschengls gestaltet.
Anmeldungen für Führungen durch die Ausstellung: bei Karl Perfler, Tschenglsburg
Tel. 3200829165 oder karl.perfler@rolmail.net
Die Freude über die Sonne……………………
Die Freude über die wiedergekehrte Sonne ist eine bewusste Begegnung mit der Sonne in uns
Zur Erinnerung: es ist der 19. November 2011, ein kalter Wintertag und zum letzten Mal sehe ich am alten Mauerwerk der Tschenglsburg Licht und Schatten. Die Pfarrkirche und ihr besonderer Turm haben noch länger Sonne.
Lichttage in Tschengls: ein Dorf ohne Sonnenlicht sucht das eigene Licht und findet es
Wie gerne erinnere ich mich an die vielen Kinder die in die Burg gekommen sind: zum Kekse backen, zum Ministrantentreffen, zum Schellenrennen, zum Neujahr-Anwünschen. Und meine Gedanken und mein Dank sind bei den Eltern und bei den Organisatoren die diese Kinder begleitet haben.
Und wieviele Gespräche und Begegnungen es gegeben hat in den Tagen ohne Sonnenlicht und an den langen Winterabenden und gelebten Nächten. Das Zelte backen mit den Bäuerinnen, die Weihnachtsfeiern, das Stich-Essen auf der Tschenglser Alm, das Adventsingen mit dem Kirchenchor Tschengls, feierliches Rorate in der Pfarrkirche, das Neujahrwünschen der Musikkapelle, der Silvesterbittgang zur Ottilia Kirche, das Räuchern am Dreikönigsabend.
In der Zeit ohne Sonnenlicht hat sich meine Mutter von dieser Erde verabschiedet und in ihrem würdigen Sterben war und ist sie Licht für alle Tage meines Lebens.
Die Freude über die zurückgekehrte Sonne….
Es ist der 17. Jänner 2012 und es ist Fackeltöni. Oben, im Hochtal, da wo die Tschenglser Almen sind und von wo wir die NEUE TSCHENGLSER SONNE erwarten, wollen die hartnäckigen Wolken heute morgen nicht weichen. Ja es ist eine Neue Sonne für Tschengls. „Ihr habt es gut in Tschengls. Auch wenn ihr ein paar Wochen keine Sonne habt, seid ihr trotzdem zu beneiden. Ihr bekommt im Jänner eine NEUE SONNE.“ Diese Worte sind mir geblieben und heute an diesem Dienstag, an dem diese Neue Sonne wiederkehren wird, kann ich diese Worte verstehen. Und auf dem Kirchplatz wird dieser Neuen Sonne ein Fest bereitet. Sie wird willkommen geheißen und gefeiert. Und in diesem Feiern, in diesem Fest liegt ein bewusstes Erfassen, ein bewusstes und aufrichtiges Erleben unserer Schöpfung. Wir halten die Zeit an, denken nach, überlegen, überdenken und über dem Platz vor der Pfarrkirche breitet sich Gelassenheit, freundliches Zuwinken, Begrüßen aus und die Gespräche sind optimistisch, in eine eigenständige Zukunft gerichtet. Und die fleißigen und umsichtigen BäuerInnen und die Jungbauern haben alle Hände voll zu tun, um den vielen freundlichen und freudig gestimmten Besuchern Krapfen, Glühwein und andere Köstlichkeiten zu reichen und alles fügt sich in einen lebendigen Kreis von Dorfgemeinschaft und Aufbruchstimmung. Und dann kommen langsamen Schrittes und mit aufgeregten Gesichtern und kindlichen Herzen die Kindergartenkinder und zeigen den Eltern und den Neugierigen ihren Sonnentanz. Kinder und Eltern drehen sich im Kreis und die mitgebrachte Sonne vereint Alt und Jung und in den Gesichtern der Kinder und Eltern und aufmerksamen Zusehern ist das Licht der Sonne das noch hinter den nordseitigen Horizonten wartet, bereits zu sehen. Die wiederkehrende Sonne hat Kinder und Erwachsene in einen Kreis geladen und besonders all jene die dieses Fest erdacht, geplant und durchgeführt haben, freuen sich aufrichtig und sie dürfen sich freuen. Das Sonnenfest hat die Mernschen von Tschengls zusammen geführt und im Sonnentanz der Kinder und Eltern findet eine starke Gemeinschaft ihren freudigen Ausdruck. Und da ist sie plötzlich diese Fähigkeit wieder selbst Kind und frei zu sein und mit der Rückkehr der Wintersonne ist die Freude über das eigene SO-Sein zurückgekehrt und Tschengls lebt. Und wie es lebt. Und ganz oben wo der besondere Kirchturm der Pfarrkirche den Winterhimmel berührt, streichelt die zurückgekehrte Sonne jetzt den Turm und grüßt glückstrahlend das versammelte Dorf. Tschengls hat seine Sonne wieder. Das Sonnenfest hat die gekommenen Menschen reich beschenkt. Was gibt es Wertvolleres als ein bewusstes Erleben, Begegnen mit sich selbst, mit unseren Mitmenschen und mit der wunderbaren Schöpfung. Danke an Euch, die Ihr dieses Fest der Begegnung ermöglicht habt.
Eine kleine Bildreise
Die Sonne kehrt nach Tschengls zurück ….war sie weg? Sonnenfest am 17.Jänner
Winterrast als Quelle für einen neuen Weg
Und die Tage werden langsam aber spürbar länger und noch gut erinnere ich mich an die Novembertage wo sich diese markante Linie zwischen Schatten und Licht immer weiter von Tschengls entfernt hat. Irgendwann an einem der Wintertage hat diese Linie Heimweh bekommen nach jenem Ort am Talrand der bereit ist die Winterrast und die Zeit der Stille für einen Lichtweg zu nutzen. Und so wird am Dienstag, den 17. Jänner (Fackeltöni) der Kirchturm von der Pfarrkirche in Tschengls wieder von der Sonne beruehrt und die BäuerInnen und Bauern und Jungbäuerinnen und Jungbauern bereiten der wiederkehrenden Sonne ein Fest. Es ist ein neuer Abschnitt. Die Winterrast hat ihre Schuldigkeit getan, hat ihre Aufgabe erfüllt. Die Kernaussage konnte am Kernort geboren werden und ganz eindeutig legt sich eine Botschaft über das weite Tal der jungen Etsch: Festigt Euer eigenes Sein und festigt damit Eure Heimat. Sucht Eure eigene Kraft, jene Kernkraft in Euch die Euch Fundament ist für ein eigenständiges erfüllendes Wachsen hin zu Lebensfreude und bewusstes Erleben. Nutzt Euer Potential für einen eigenen Weg und fügt Eure eigenen, in Euch vorhandenen Bilder und Gedanken zu einem großen gemeinsamen Mosaikbild. Es gibt keinen neuen Weg, es gibt nur einen eigenen Weg, der neu begangen wird. Die Zeit der Aufschüttung von fremden Müll ist vorbei. Wir sind stark genug und bereit für eigene Gedanken und eigene Wege des Tuns.
Tschengls, der Kernort und Tanas, das Dorf auf dem Sonnenberg
Dann wenn uns die Orientierung fehlt, wenn wir nach Halt und festem Boden unter unseren Füßen suchen, ist es die Reduktion von Gedanken und Raum und Zeit, die uns zum Wesentlichen führen kann. Wenn wir uns in der unendlichen Wuestenlandschaft der Scheinwelten und der Normen verloren haben, wird es notwendig sein zu entrümpeln, zu reduzieren. Und es geht, ja, es geht. Es gibt kein Rezept, aber es gibt diese uns eigene, angeborene Kraft die uns uns selbst spüren und neu entdecken hilft. Zuerst aber müssen wir uns vom Lärm des Aufgezwungenen, des uns Fremden befreien, damit wir den Weg zu unserem ICH gehen können. Und wie liebe ich diese langen Nächte und die großen Schatten die auf die reichen Herbsttage und die vollen Sommer folgen und Raum und Zeit schenken für ein Überdenken, für ein Nachdenken und für ein befreiendes Innehalten. Und jetzt nach Tagen und Nächten der Winterstille ist der Blick zum Sonnenberg ein anderer. Wir haben uns gefunden und dürfen jetzt den Sonnenberg, den wir uns in der Winterstille geschaffen, voll genießen. Wir leben, erleben den Sonnenberg in uns. Bewusst und ohne Angst. Mit einem Lächeln das gibt und sich verschenkt und damit all jene miteinbezieht, die im Lärm stecken geblieben sind. Und ich schreibe den Namen von Tanas auf ein leeres Blatt Papier und lese den Namen rückwärts: Tanas wird zu SANAT. Welch ein Gedanke. Die Winterstille von Tschengls wird mit dem Blick zu unserem Sonnenberg zu SANAT – Heilung. Wir heilen uns selbst mit unserer eigenen Kernkraft. Wir wissen wer wir sind und wissen um unsere Stärken und verstecken unsere Schwächen nicht. Wir leben und werden nicht gelebt und wir leben wirklich. Tschengls, das Dorf am Rande wird so zu einem Kernort, der Ausgangspunkt wird für den Weg nach SANAT. Und es sind keine falschen Tabletten die diese Heilung vom Gelebtwerden zum wirklichen Erleben begleiten. Lange genug waren die Nächte und die Winterrast und die Schatten und das Fundament ist da. Am Dienstag kehrt die Sonne zurück und wir sind zurück gekehrt zu unserem eigenen Fundament, zu unserem eigenen Basislager, das uns Halt und Schutz geben wird für einen befreienden, eigenständigen und erfüllenden Weg. Kein rein materieller Weg, der von Zahlen und Quoten lebt, sondern ein Weg, der die Dimension des Unmessbaren, des Erahnten und Gefühlten, die Seele mitnimmt auf die Reise die nur kurz unterbrochen wurde, jetzt aber mit einem Lächeln fortgesetzt werden kann. Wir sehen uns beim Sonnenfest bei der Pfarrkirche . Dienstag, 17. Jänner ab 11.00 Uhr.
Die Welt – eine Welt geht unter …………………
Vorfreude
Gerne denke ich an meine Vorfreuden, die ich als Kind leben durfte. So war nach dem alltäglichen und harten Brot das weiße und süße Brot zu Ostern etwas ganz Besonderes und wir Kinder haben uns gefreut. Oder das „Kracherle“, das uns der Großvater beim Londsprochmorkt gekauft hat oder die Vorfreude auf die Festtage wie Weihnachten oder Ostern. Und so war für mich während der Schulzeit im Heim der Samstag Mittag die schönste Zeit, denn da durfte ich mich auf ein Wochenende mit Musik, Sport, Lesen und Besuchen „vorfreuen.“Und jetzt in diesen Tagen und Wochen wo sehr oft der Weltuntergang am 21. Dezember ins Gespräch gebracht wird, kommt mir diese Vorfreude in den Sinn.
Ich freue mich auf eine Neue Zeit, eine Neues Schauen und Erkennen.
Und die Welt wird sicher nicht untergehen. Untergehen und zur Wertlosigkeit verurteilt werden die gläsernen Scheinwelten, die uns einen Irrgarten von Zahlen und Quoten gebracht haben und uns einen Rhythmus aufgedrängt haben, der nicht zu uns Menschen passt. In diesem langen und aufgezwungenem Gehorchen haben wir uns selbst verloren, sind Hörige geworden. Haben nach Außen gehört und haben auf die Bewertung von Außen gehofft und vertraut und uns dementsprechend eingesetzt. Die eigene Stimme ist immer stiller geworden bis sie nicht mehr war. Hie und da kurze Revolutionen die deshalb nicht zu Ende getragen werden konnten, da sie sehr oft ebenfalls mit Gewalt und Zwang in Verbindung waren.
Die Menschen sind in ihrem Kern stark genug
Es sind die ständigen Fragen, die eine Veränderung einleiten. Wir fragen uns: müssen wir uns alles gefallen lassen. Leben wir überhaupt noch oder werden wir gelebt? Wo finden wir uns selbst, wo spüren wir, dass wir überhaupt noch vorhanden sind mit unserem eigenen Potential, mit unseren eigenen Wirklichkeiten. Alles Einzigartige und Echte, alles Eigene und Identische scheint in einem großen Fluss der fremden Machenschaften unterzugehen. Wir werden be-ein-flusst. Wir werden in diesen großen Strom der tendenziösen Hörigkeit hinein geworfen: durch gesteuerte Berichte, erfundene Epidemien, angstmachende Vorhersagen. Und das Schlimmste ist, dass wir es gar nicht mehr merken, wie wir nach und nach uns selbst aufgeben, unsere eigenes Sein und unser eigenes Land. Beim Aufwachen wird es zu spät sein, denn wo nichts mehr ist, kann nichts mehr wachsen. Nein, es ist noch nicht zu spät. Tagtäglich darf ich dies erfahren und erleben. Und wir dürfen nicht die ganze Welt verändern wollen. Nein, beginnen wir bei uns selbst. Bei unserem Kern, in uns. Wir alle haben einen starken Kern, eine Kernkraft in uns, die dann zu einem Fundament für ein stetes eigenes Wachsen werden kann, wenn wir diesen Kern von dem angehäuften Müllberg der Entfremdung, der angelebten Hörigkeit, der Unselbstständigkeit, der Außenbetrachtung, befreien. Und wie kann dies gelingen: beginnen wir jetzt uns selbst mehr Spielraum zu schenken. Schauen wir in uns hinein und sehen nicht nur fern. Und es ist die Kraft, die Kostbarkeit der Stille, die uns den Dialog mit uns selbst schenkt. Ein kleiner stiller Spaziergang täglich kann da Wunder wirken. Die Bilder die wir sehen, werden andere sein. Wir müssen nicht besitzen, aber wir dürfen sehen, hören, erahnen, träumen, verwirklichen. Uns selbst verwirklichen. Ich glaube an diese unendliche Kernkraft der Menschen und in vielen Begegnungen mit den Menschen und mit der Schöpfung durfte ich diese Erkenntnis als großes Geschenk annehmen. Aus vielen kleinen, persönlichen Potentialen werden viele kleine Wirklichkeiten gebaut werden die sich nach und nach finden und zu einem erfüllenden Netzwerk werden. Auf dieses vielfältige, von Menschen für die Menschen geschaffene Mosaikbild freue ich mich und ich werde all meine Kraft verwenden einen kleinen Beitrag für dieses Bild zu leisten. Euch alle lade ich zum Mitgehen ein. Die Tschenglsburg hat offene Türen und die Kerzen brennen für alle.
Und die Welt wird nicht untergehen. Nein. Wir werden unsere Welt neu erleben. Die Welt des rein Materiellen ohne Seele, ohne Emotionen und Gefühle, die wird nach und nach untergehen müssen. Weil wir es so wollen und tun.
Liebe den Klang der Einfachheit und die Melodie der wachsenden Ringe
Je näher ich zu mir finde, umso mehr freue ich mich ein Vintschger zu sein
Alles beginnt mit der Erkenntnis, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Irgendwann habe ich feststellen müssen, dass ich nicht mehr bin. Dass ich mich meilenweit von meinem eigenen Sein, von meinem Ich entfernt habe. Und natürlich kommt dann die Frage: wie konnte dies geschehen oder was ist geschehen? Denke nach und sitze still und sehe Bilder und sehe die Schulterklopfer, die mich auf meinem Irrweg bestärken, höre den Lärm der tendenziösen Schreie und bin unterwegs in ein Niemandsland, in das Land der erstickenden Sackgassen. Und plötzlich nach vielen Tagen gefüllt mit verzweifelten Fragen und leeren Augenblicken und tausend Gängen immer an diesselben Orte, ist es die Stille, die den Lärm in meinem Sein besiegt. Die Stille wird stärker und stärker und laut und der Lärm muss sich verabschieden und der Weg zu meinem Ich wird frei. Tausend Tränen und Reue und Hilfeschreie, die nicht gehört werden können und ganz hinten und drinnen dieses starke Licht des Eigenen, des Einzigartigen, das wir Menschen, wir alle in uns tragen und das sich dann zeigt wenn wir mit uns selbst Zwiesprache halten, uns auf den Weg zu uns, zu unserem Selbstbild machen und die Entrümpelung von allem Aufgezwungenen, oberflächlich Angelebten tut gut und befreit und plötzlich ist da so etwas wie eine Leere, die zur Geliebten wird. Diese Leere ist das Fundament das wir in uns tragen und sie ist das Fundament, ist der große Spielraum den es zu bespielen gilt. Und es ist unser Besitz, unsere eigene Kernkraft die da ist und immer da sein wird egal was geschieht. Und diese Leere ist Einfachheit, Klarheit und gehört uns ganz allein. Jeder von uns besitzt diesen Kern, diesen Kernort und plötzlich wissen wir, dass es gilt diesen Ort, diese Struktur in uns zu festigen, damit sie den Stürmen der Lärmenden, der unbarmherzigen Bewerbungen und Entfremdungen standhalten kann. Jetzt beginnt das Leben, das wachsen kann, denn es steht auf einem Fundament, das aufrichtig und echt und unser ist. Im Kopieren und Nachahmen werden wir immer weiter von unserem Sein und Ich entfernt bis nichts mehr bleibt als Ratlosigkeit, das Gefühl nicht verstanden zu sein und das ungute Empfinden in der Luft zu hängen und den Boden unter unseren Füßen zu verlieren. Und nur dann wenn wir unseren eigenen Weg aus dieser Kraft von Innen gehen, werden wir unsere eigenen Spuren setzen dürfen und was gibt es Schöneres als zu sein, sich selbst zu spüren, Mensch zu sein, ganz bewusst únd mit Freude und fähig werden, sein Potential in die Menschenlandschaften tragen zu dürfen. Und jetzt fällt alles leichter. Es gibt kein Hin und Her mehr, es gibt einen Gedanken, der wächst und zu einem Weg wird. Das Basisilager ist abgesichert und wird mit jedem Augenblick der aufrichtigen Begegnungen mit unseren Mitmenschen, mit der Schöpfung neu gestärkt und so stark, dass uns die Stürme der Besserwisser und globalisierten Mächte und Diktaturen nichts mehr anhaben können. Und mir wird klar, dass das eben Gesagte sowohl für uns Menschen als auch für die Regionen gilt. Für uns und für unsere Heimat.
Ein gangbarer Weg
1. Schritt: Erkenntnis, dass wir gelebt werden und uns von uns selbst entfernen
2. Schritt: was muss ich in meinem Tun ändern, dass ich mich vom Weg der Gleichschaltung, der gewollten Abhängigkeit befreien kann. (von allen entrümpeln was nicht mit mir und meiner Heimat in Harmonie ist)
3. Schritt: jetzt bin ich bei mir. Habe mich gefunden und lerne mein eigenes Potential und das meiner Heimat kennen, schätzen und lieben. Habe ein Fundament auf dem ich aufbauen, auf dem ich eigenständig wachsen kann.
4. Schritt: bin fähig und bereit aus dem Supermarkt der Angebote auszuwählen. Meine eigene Kernkraft zeigt mir einen stimmigen, erfüllenden Weg.
5. Schritt: da ich mich jetzt besser kenne und um mein Potential und das meiner Heimat weiß, kann ich jetzt frei und eigenständig agieren und muss nicht mehr reagieren. Ich lebe und werde nicht mehr gelebt. Gelebt werden bedeutet tot leben.
6. Schritt und Ergebnis: mein Leben wird zu einer Erzählung. Ich habe etwas Eigenes, von dem ich erzählen kann. Mit meinen Erzählungen, die spannend sind, da sie aus dem Innersten geboren werden finde ich Menschen die ebenfalls eigene Erzählungen haben, die zuhören können und erzählen und bald bildet sich ein großes Netzwerk von selbstbewussten Menschen und die Lärmlieder werden verstummen und tausend Wege führen in einen Kreis und werden zum Kreis. Zum Kreis einer gelebten Liebe. Liebe zu sich und zur Heimat. Diese Liebe zu sich befähigt zur aufrichtigen Liebe für den Nächsten und zu einer innigen aufrichtigen Liebe für den Partner und diese Liebe zur Heimat befähigt zu einem Wirken an unserer Heimat. Und sie werden kommen die Menschen, die teilhaben wollen an diesem aufrichtigen und einfachen Weg und es werden die Marillenbäume blühn und die Herbstbilder werden sein und die Winterrast und die großen langen Sommertage und alle Sternenhimmel werden nicht mehr von den Kunstlichtern erstickt und irgendwo wird der schon fast gefrorene Bach mit der Stille Hochzeit feiern. Und die Schellenkinder und die Kornkinder werden mit ihrer Einfachheit und Offenheit Botschafter werden für ein neues Land, ein Land das seinen Weg gefunden. Ein Land das Heimat ist und ein Land das Gastgeber sein kann, da es wirklich ist.
Gemeinsam werden wir in der Tschenglsburg und in unserem Tal der jungen Etsch Schritt für Schritt gehen und der NEUE VINTSCHGER WEG sollte ein gemeinsamer Weg sein. Die Touristiker sollten ihren Weg nicht allein gehen. Sie müssen und werden einsehen, dass auch alle anderen Wirtschaftszweige und ganz besonders die Landwirtschaft mit eingebunden werden muss. Die Bilder in den Prospekten sind zu wenig. Ein Netzwerk zwischen jenen, die durch ihre tägliche Arbeit diese Bilder ermöglichen und denen, die diese Bilder für Bewerbungen nützen, ist zielführend und bringt gemeinsame Begeisterung und Freude an der Arbeit, an der Aufgabe. Wir müssen uns zusammen setzen und über einen gemeinsamen Weg reden. Der Vintschgau wartet, die Vintschger hoffen und die Gäste freuen sich auf unseren aufrichtigen und einzigartigen Weg. Vorerst aber müssen die ersten Schritte gesetzt werden: die Erkenntnis und in der Folge die Befreiung, die Entrümpelung. Dann kann ein Weg, ein einzigartiger Vintschger Weg beginnen, der auf seinem eigenen Fundament immer stärker wird und wachsen kann. Lebensqualität und Vintschger Potential.
Silvester – ein unvergesslicher Festtag in Tschengls
Schellenrennen und das aufrichtige Feingefühl der Kinder
Der Vinschgau hatte sich ein weißes Festtagsgewand angezogen und in Tschengls gehen Kinder und Erwachsene zur Tschenglsburg. Schellenrennen ist heute und noch sind die Schellen stumm gestopft. Pünktlich um zwölf Uhr beginnen die Kirchturmglocken der Pfarrkirche zu läuten und die mehr als 20 Schellenkinder werden still und lauschen andächtig dem bedeutungsvollen Geläut. Die anwesenden Fernsehjournalisten haben jetzt alle Hände voll zu tun, wollen sie doch diesen ganz besonderen Moment für einen Dokumentarfilm erfassen. Die Glocken verstummen und nun ist für einen Moment alles still. Die Stille ist nicht bedrückend, sondern öffnet mit ihrer Kraft die Fähigkeit zum Gebet. Johann gibt kurze Anweisungen und nun zeichnen alle das Kreuzzeichen auf ihre Stirn und beginnen zu beten. Und das Gebet der Kinder legt sich als Dank an das vergangene Jahr in die Mittagszeit und ein spürbarer Friede legt sich auf das weißgekleidete Dorf. Alles hat seine Ordnung und so beginnt die drittgrößte Glocke ihren Ruf und das betreffende Kind bewegt im Rhythmus seinen Körper und das Schellen wird stärker und wird nun von einer größeren – der zweitgrößten Glocke – abgelöst und schließlich ertönt die größte Schelle. Johann hilft dem Schellenkind beim Schellen und plötzlich schellen alle drei gemeinsam und schon stimmen auch die anderen Schellenkinder mit ein und sie springen und hüpfen und schellen begeistert in den Wintertag, den letzten in diesem Jahr 2011. Neben den Schellen haben die Kinder Stofftaschen mitgebracht und im Innenhof der Burg verteilt der Schlosswirt allerlei Süßigkeiten. Gerne halten die Schellenkinder ihre Taschen dem Wirt entgegen und dankbar nehmen sie die kleinen Gaben an. So werden sie jetzt durch das Dorf ziehen und bei den Familien schellen und das Jahr verabschieden und das Neue Jahr begrüßen. Schellenkinder, das habt ihr großartig gemacht. Danke. Und auch Dir, lieber Johann, herzlichen Dank für Deine wertvollen Anweisungen.
Silvester Betgang zur Ottilia Kirche
Die Schellenkinder sind in ihre Heimathäuser zurückgekehrt und pünktlich um 23.00 Uhr macht sich eine Gruppe von Silvesterpilgern auf den Weg zur Ottilia Kirche. Gestartet wird in der Tschenglsburg und unterwegs kommen weitere Silvesterpilger zur Gruppe dazu. Hans Raffeiner betet vor und das Gebet klingt durch die Nacht. Die Bittgänger haben Laternen mitgebracht und die vielen Kerzenlichter geben der Dunkelheit Bewegung und Wärme. Der Boden unter den Füßen fühlt sich sicher und weich und weiß an und alle gehen sie betend und in Gedanken durch die Nacht und eine große unendliche Stille liegt in den weißen Feldern und Wiesen und ganz vorne das schwache Licht der Ottilia Kirche. Die Glocken der Ottilia Kirche beginnen zu läuten und laden ein. Wärmendes Kerzenlicht empfängt die Pilger in der kleinen Kirche und Heidi Pixner ist mit ihrer Harfe da. Zuerst aber wird das Lied „Stille Nacht“ gemeinsam gesungen und eine große Harmonie legt sich in den Kirchenraum. Heidi Pixner beginnt sanft und voller Zartheit, zupft und streichelt die Saiten der Harfe und Musik aus dem Innersten heraus wird geboren und erreicht die sehnsuchtsvollen Menschen. Musik als höhere Sprache, als Ausdruck einer großen unmessbaren Dimension. Inzwischen hört man draußen in den Dörfern die ersten Böllerschüsse und niemand will so richtig aufstehen und die Kirche verlassen. Wie schön es jetzt in der Stille ist nach dieser wunderbaren Musik von Heidi Pixner und in dieser freundlichen und wohltuenden Gemeinschaft. Alles Gute, hört man überall und die Leute die heute zur Ottilia Kirche gekommen sind, meinen es ehrlich und wünschen sich und den Anderen, dass neben dem Lärm der Zeit endlich auch die Stille, die Kostbarkeit der Stille ihren Platz finden sollte, damit die Menschen die Möglichkeit und Fähigkeit finden mit sich selbst in Dialog zu treten und damit bewusster, selbstbewusster und freier zu werden. Ein unvergesslicher Festtag in Tschengls – die Schellenkinder und die Bittgänger haben es erleben dürfen.
Preiskarten in der Tschenglsburg – Imkerverein Tschengls – Samstag, 28.01.2012
Am 28. Jänner 2012 wird der Schlosswirt, Karl Perfler, in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Tschengls ein Preiskarten im Preiswatten und Preisperlaggen in der Tschenglsburg organisieren. Beginn: 17.00 Uhr . Die Preise werden in 32 er Gruppen ausgespielt. Schöne Preise sind zu gewinnen. Das Nenngeld beträgt bescheidene € 15,00 und jeder Spieler bekommt auch noch eine köstliche Gulaschsuppe. Also Kartenspieler, kommt in die Tschenglsburg und unterstützt damit den Imkerverein Tschengls bei seiner wertvollen Tätigkeit. Anmeldungen bei Karl Perfler,
Tel. 3200829165 oder karl.perfler@rolmail.net
Schellenrennen in Tschengls am letzten Tag im Jahr
Die Kirchturmuhr schlägt zwölf mal und dann rennen sie los die Schellenkinder aus Tschengls mit ihren Schellen. Sie wollen das Jahr ausläuten und bringen ihren Dank für das abgelaufene Jahr und ihre Bitten für das neu beginnende Jahr zu den Tschenglsern. Und immer starten sie in der Tschenglsburg pünktlich zu Mittag. Liebe Schellenkinder: wir alle freuen uns auf Euch und sind stolz, dass Ihr diesen wunderschönen Brauch aufrecht erhält.
































